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Duracell-Hase der PCs: Commodore Amiga seit 30 Jahren im Einsatz

© Bill Bertram 2006, CC-BY-2.5 — Attribution.
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Ein Commodore Amiga sorgt seit 30 Jahren für wohltemperierte Klassenzimmer in 19 Schulen.

Computer, Tablets, Smartphones sind unsere täglichen Begleiter, auch wenn ihre Lebensdauer nur von kurzer Dauer ist. Besonders Smartphones werden nach meist zwei Jahren durch ein neueres Modell ausgetauscht. Auch die Halbwertszeit von heutigen Computern und Tablets ist gering, weil immer schnellere und bessere Geräte nachkommen. Dass dieser Umstand aber eher eine künstlich geschaffenes Bedürfnis ist, zeigt die US-Stadt Grand Rapids in Michigan. Dort verrichtet seit 30 Jahren ein Commodore Amiga zuverlässig seine Arbeit.

Das auf dem Computer laufende System kontrolliert Heizkessel, Ventilatoren, Pumpen und überprüft auch die Raumtemperatur und das für insgesamt 19 Schulen. Seit Mitte der 80er Jahre sorgt der Commodore für wohltemperierte Klassenzimmer. Tim Hopkins, technischer Supervisor der Schulen erklärt gegenüber dem lokalen Fernsehsender Wood TV, dass es lediglich durch die verwendeten Walkie-Talkies manchmal zu Störungen kommen kann. Dann müssten lediglich alle für 15 Minuten von der Frequenz genommen werden. Zu gröberen Störungen sei es noch nie gekommen.

In Technikerkreisen sagt man auch gerne "Never change a running system" (zu deutsch: Ändere nie etwas an einem funktionierenden System) und dieses Motto beherzigt man in Grand Rapids. Sollte aber für den neuen Schulhaushalt mit einem Budget von 175 Millionen Dollar gestimmt werden, wird das komplette Steuerungssystem dennoch ausgetauscht. Schade eigentlich.

Commodore Amiga

Der Commodore Amiga war der erste Rechner, den man grafisch wie auch über die Tastatur bedienen konnte. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten kam das Gerät am 23. Juli 1985 in den USA auf den Markt. Schnell wurde es zu einem Riesenerfolg.

Doch fehlende Marketing-Konzepte und Innovationen musste das 1954 von Jack Tramiel gegründete Unternehmen 1994 Konkurs anmelden.

(Red.)