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Charleston: Mutmaßlicher Todesschütze bleibt in Haft

USA CHARLESTON SHOOTING
(c) APA/EPA/JOHN TAGGART (JOHN TAGGART)
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Dies hat ein Richter am Freitag beim ersten Gerichtstermin des 21-jährigen Dylann R. angeordnet. Zugleich setzte er eine Kaution von einer Million US-Dollar wegen unerlaubten Besitzes einer Schusswaffe fest.

Nach dem neunfachen Mord an Afroamerikanern in einer Kirche in Charleston bleibt der mutmaßliche Todesschütze in Haft. Dies hat ein Richter im US-Staat South Carolina am Freitagnachmittag (Ortszeit) beim ersten Gerichtstermin des 21-jährigen Dylann R. angeordnet. Zugleich setzte er eine Kaution von einer Million US-Dollar wegen unerlaubten Besitzes einer Schusswaffe fest.

Bei der Anhörung gab der 21-Jährige unter anderem an, arbeitslos zu sein. Die Mutter eines der Opfer, Tywanza Sanders, sagte an ihn gerichtet: "Möge Gott deiner Seele gnädig sein." Mehrere Angehörige sagten, dass sie dem Täter vergeben. Bei einer Verurteilung könnte ihm die Todesstrafe drohen.

Dem 21-jährigen Dylann R. wird Mord in neun Fällen sowie der Besitz einer Schusswaffe bei einer Gewalttat vorgeworfen. In den kommenden Wochen muss eine sogenannte Grand Jury aus Laienrichtern entscheiden, ob die Beweise für eine offizielle Anklage ausreichen.

R. soll am Mittwochabend in der Emanuel African Methodist Episcopal Church in Charleston das Feuer auf Gläubige eröffnet und neun Menschen getötet haben. Am Donnerstag wurde er nach einer Großfahndung festgenommen.

Neben dem Verfahren im Bundesstaat South Carolina könnte R. auch auf Bundesebene angeklagt werden. Das US-Justizministerium und die Bundespolizei FBI leiteten bereits Ermittlungen wegen eines sogenannten Hassverbrechens ein. Die Bundesbehörden verfolgen in den USA Straftaten, die einen rassistischen oder anderweitig diskriminierenden Hintergrund haben.

(APA/AFP/Reuters)