Problemkredite und Klagen im Rahmen der Immofinan-Affäre gehen an eine "Bad Bank", um den Verkauf der Constantia Privatbank bis Juni durchzubringen. Es dürfte um rund 300 Millionen Euro gehen.
Um den Verkauf der Constantia Privatbank zu beschleunigen, wird das Geldinstitut von den Eigentümern zerlegt. Die Problemkredite sowie Klagen in Zusammenhang mit der Immofinanz werden in eine "Bad Bank" ausgelagert. Dabei dürfte es sich um eine Summe von bis 300 Mio. Euro handeln, berichtete das "WirtschaftsBlatt" am Montag. Die "gesunden Bereiche" werden in drei Tochtergesellschaften verlagert. Der Verkauf soll damit noch im Juni stattfinden.
Verkaufserlös soll Kläger befriedigen
Der erzielte Verkaufspreis soll dann alle Klagen und Problemkredite abdecken. Im Idealfall bleibe den fünf Eigentümern (Bank Austria, RZB, Erste Bank, Volksbank, Bawag) noch ein Gewinn übrig. Verkauft werden laut "WirtschaftsBlatt" das Immobiliengeschäft, das bereits in die "Aviso Delta GmbH" verlagert wurde, sowie die Kapitalanlagegesellschaft und die Depotbank. Letztgenannte werden dazu in eigene Einheiten ausgegliedert.
In den kommenden Tagen werden über die involvierten Investmentbanken die ersten Informationen an Interessenten verschickt. Ende Mai soll die Shortlist stehen und der Verkauf noch im Juni durch sein. Interessiert seien unter anderem Sal. Oppenheim, Credit Suisse und die Kathrein Bank, aber auch deutsche Privatbanken.
(APA)