Vor allem die Citigroup und die Bank of America brauchen mehr Kapital. Das ergab der Stresstest für Banken in den USA. Für die Bekanntgabe der Ergebnisse am Donnerstag wird eine Talfahrt der Börsen erwartet.
Rund zehn US-Großbanken brauchen nach dem staatlichen Belastungstest für die Branche laut einem Medienbericht frische Kapitalspritzen. Dies wären mehr Häuser als bisher spekuliert wurde. Die genaue Zahl stehe allerdings noch immer nicht fest, so das "Wall Street Journal" in der Nacht auf Dienstag unter Berufung auf Insider im Internet.
Besonders die Citigroup, die Bank of America und Wells Fargo benötigen nach bisherigen Medienberichten noch mehr Kapital. Hinzu kämen einige große Regionalbanken.
Talfahrt befürchtet
Die Ergebnisse des "Stress-Tests" sollen dem "Wall Street Journal" zufolge an diesem Donnerstag erst nach US-Börsenschluss vorgelegt werden. An den Märkten wird eine Talfahrt von Banken mit weiterem Kapitalbedarf befürchtet.
Die Bankenaufsicht hatte die Stabilität der 19 größten US-Finanzhäuser bei einer weiteren Verschärfung der Wirtschaftskrise untersucht. Die Federal Reserve teilte bisher nur allgemein mit, die Mehrheit der getesteten Häuser sei ausreichend ausgestattet.
Banken mit zu wenig Kapital müssen sich binnen sechs Monaten am Markt oder vom Staat frisches Geld besorgen. Möglich ist auch der Verkauf von Unternehmensteilen oder in bestimmten Fällen eine Stärkung der Kapitalbasis durch eine Umwandlung von Vorzugs- in Stammaktien.
(APA)