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Kalifornien will strikte Impfpflicht einführen

EPA
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Viele Eltern lassen ihre Kinder aus Angst vor möglichen Nebenwirkungen nicht impfen.

Ein umstrittener Gesetzesentwurf für eine strikte Impfpflicht hat in Kalifornien eine wichtige Hürde genommen. Das Abgeordnetenhaus in Sacramento sprach sich am Donnerstag für die Ausweitung der Impflicht für Schulkinder aus.

Damit soll Eltern das Recht entzogen werden, aus religiösen oder weltanschaulichen Ansichten ihre Kinder nicht gegen Infektionskrankheiten wie Masern oder Keuchhusten zu impfen. Der Senat hatte einem Entwurf zuvor schon zugestimmt. Es wird erwartet, dass der Gouverneur des bevölkerungsreichsten US-Staates, Jerry Brown, das Gesetz unterzeichnet, wie die "Los Angeles Times" berichtete.

Masernausbruch

Ein Masernausbruch Anfang 2015 in Kalifornien, der auf mehrere US-Staaten übergriff, hatte die Debatte über einen besseren Impfschutz neu angeregt. In den USA gibt es viele Eltern, die aus Sorge vor möglichen Nebenwirkungen ihre Kinder nicht impfen lassen.

Nach dem Gesetzesvorschlag sollen Kinder ohne Impfschutz Schulverbot erhalten. Ihre Eltern müssten dann für Hausunterricht sorgen. Ausgenommen wären nur Kinder, die aus medizinischen Gründen, etwa wegen Allergien, keine Impfungen vertragen.

(APA/dpa)