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Acht EU-Staaten öffnen ihre Arbeitsmärkte für Kroaten

Kroatiens Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.
Kroatiens Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.(c) APA/EPA/OLIVIER HOSLET
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DIe erste Phase der Übergangsregelungen für Kroatien ist ausgelaufen. Österreich behält die Beschränkungen für weitere drei Jahre aufrecht.

Acht EU-Staaten - Belgien, Zypern, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Luxemburg und Spanien - öffnen ihre Arbeitsmärkte für Bürger aus Kroatien. Österreich, Malta, die Niederlande, Slowenien und Großbritannien haben beschlossen, ihre Beschränkungen für weitere drei Jahre beizubehalten. Dies teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit.

Am gestrigen Dienstag lief die erste Phase der Übergangsregelungen für Arbeitskräfte aus Kroatien aus. Bis zu diesem Termin mussten die EU-Staaten der Kommission mitteilen, ob sie für kroatische Bürger den Zugang zur Beschäftigung für weitere drei Jahre beschränken wollten oder nicht. Maximal können die EU-Staaten eine siebenjährige Übergangsfrist ausschöpfen.

"Chance auch für aufnehmende Volkswirtschaften"

Schweden, Finnland, Dänemark, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Portugal, die Slowakei, Tschechien, Irland haben kroatischen Arbeitskräften bereits zum Zeitpunkt des EU-Beitritts Kroatiens am 1. Juli 2013 alle Freizügigkeitsrechte zugestanden. Die zuständige EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen bezeichnete die Arbeitsmarktöffnung in acht weiteren Staaten als positive Entwicklung. "Die Mobilität der Arbeitskräfte kann sowohl für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch für die aufnehmenden Volkswirtschaften eine Chance darstellen."

Kroatien ist seit zwei Jahren EU-Mitglied. Nach langen Jahren der Rezession geht es wirtschaftlich beim jüngsten EU-Mitglied Kroatien jetzt wieder leicht bergauf. Brüssel sieht wenigstens beim Wirtschaftswachstum Licht am Ende des langen Tunnels. Doch mahnt die EU-Kommission Kroatien in schöner Regelmäßigkeit, seine wirtschaftlichen Minuspunkte auszumerzen: Hohe Arbeitslosigkeit, überbordende und unfähige Bürokratie, extreme Staatsverschuldung und Korruption heißen die Stichworte.

Die Wirtschaft könnte von geplanten Öl- und Gasförderungsprojekten in der Adria profitieren. Der Tourismus trägt 20 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei - die Einnahmen stagnierten zuletzt allerdings bei sieben Milliarden Euro.

(APA)