Lobau: Aulandschaft mit einer Prise Historie

Lobau
Lobau(c) APA (Helmut Fohringer)
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leicht Ein Spaziergang durch die Geschichte: Innerhalb weniger Stunden entdeckt man Spuren von Napoleon, den Nationalsozialisten und den kämpferischen Umweltschützern.

Ein Spaziergang durch die Lobau ist wie eine Tour durch die jüngste Geschichte – im Zeitraffer von zwei, drei Stunden. Wir beginnen unsere Wanderung an der Bushaltestelle Lobgrundstraße, folgen dem Weg, der bis zur Rückseite des OMV-Tanklagers entlangführt und schlagen danach die Schotterstraße in Richtung Donau-Oder-Kanal ein. Das geplante Projekt, das die Donau mit der Oder verbinden sollte, blieb (größtenteils) Wunschtraum der Nationalsozialisten: In Österreich wurden nur vier Teilstücke errichtet. In der Lobau lädt heute der südlichste Stumpf zum Baden ein, daneben befindet sich eine kleine Liegewiese.

Nach einer kurzen Rast gehen wir den Weg ein Stück zurück und folgen der Markierung in nördliche Richtung (Wegweiser Groß-Enzersdorf). Vorbei an weitläufigen Feldern erreichen wir das Lobaumuseum, das sich selbst als „Wiege des Nationalparks Donau-Auen“ versteht. Es wurde 1972 gegründet und informiert neben Fauna und Flora der Lobau auch über die bewegte Geschichte der Aulandschaft: unter anderem über den Kampf von Umweltschützern für die Entstehung des Nationalparks.

Spannend für Kinder ist ein Besuch des nahen Bibergeheges: Die beiden Biber Flumy und Arnie (sie wurden als Babys gefunden) können dort – vorzugsweise in der Abenddämmerung – beobachtet werden. Nun folgen wir dem Weg Richtung Napoleonstein, der an Napoleons Aufbruch nach Wagram (und die siegreiche Schlacht) erinnert. Der Rückweg zur Bushaltestelle dauert etwa 25 Minuten.

Anforderung: leicht

Dauer: 2,5 Stunden

Startpunkt: Station Lobrundstraße

Anfahrt: Mit der Buslinie 91A

Alle Wanderrouten im Überblick

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.05.2009)


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