Freude aus der Arbeit gewinnen

In Stegersbach werden kommende Woche Gesundheitsthemen diskutiert. Darunter auch die Frage: Wie geht es den Mitarbeitern im Gesundheitssektor?

Bei der Patientenorientierung im Gesundheitssektor verhält es sich möglicherweise wie bei der Kundenorientierung im Verkauf: Seit Jahren sprechen alle darüber, bloß die Kunden merken nichts davon.

„Durch Arbeitsfreude, Leidenschaft und Begeisterung zu erfolgreicher, patientenorientierter Dienstleistung im Spital“ heißt daher auch der Titel der Keynote von Trainer und Coach Gerhard Vater beim Gesundheitskongress am 8. und 9. Juli in Stegersbach.

Jeder Mensch habe sich schon einmal die „Montagsfrage“ gestellt, wie Vater sie bezeichnet: Warum muss ich mir diese Arbeit immer wieder antun? Sich diese Frage zu stellen sei kein Makel, doch es gelte, eine gute Antwort darauf zu finden, sagt er.

Oft würden Menschen unter genau dem leiden, was ihr Job ist: Der Verkäufer gerät in Stress, wenn er es mit Kunden zu tun hat, die nicht wissen, was sie wollen. Menschen im Gesundheitswesen würden sich zum Teil aufgrund des Helfersyndroms aufreiben.
Vier Themen, vier Fragen zur Arbeitsfreude gelte es zu reflektieren, ist Vater überzeugt:

  • Was ist der Zweck, was ist das Ziel meines Tuns?
  • Was treibt mich an?
  • Worüber freue ich mich in Zusammenhang mit meiner Arbeit? Worauf bin ich stolz?
  • Was würde der Welt, was würde meinen Kunden oder meinen Patienten fehlen und abgehen, wenn ich dieser meiner Arbeit nicht nachginge?

Zur Person


Denn letztlich gehe es im Gesundheitsbereich, aber auch in allen anderen Branchen darum, Freude aus der Arbeit zu gewinnen. Das sei, sagt Vater, etwas ganz anderes als Freude an der Arbeit.
Was kann ich bewirken?

Der Gedanke an die Freude aus der Arbeit habe nicht nur das Tun und die daraus resultierenden Erfolge im Blick. Mehr noch: Es gehe darum, darauf zu schauen, was diese Erfolge bewirken. Oder umgekehrt formuliert: Wie würde die Welt aussehen, gäbe es diese unsere Erfolge nicht?

Für Pflegepersonal oder Ärzte könnte der bloße Erfolg Heilung oder Schmerzlinderung bedeuten. Das, was die erfolgreiche Behandlung aber bewirke, könne heißen: Der Patient kann sein Leben wieder genießen, kann Sport treiben, Zeit mit Familie und Freunden in anderer Qualität verbringen.

Diese Freude aus der Arbeit aber sei kein Selbstläufer, schränkt Vater ein: „Sie setzt Arbeit an der Freude voraus.“

Gerhard Vater ist einer der Keynote-Speaker beim Gesundheitskongress für Entscheidungsträger aus den Gesundheitsberufen am 8. und 9. Juli in Stegersbach. Sein Thema: „Durch Arbeitsfreude, Leidenschaft und Begeisterung zu erfolgreicher, patientenorientierter Dienstleistung im Spital“.

www.lsz-consulting.at

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