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Gericht lässt Elsners Villa in Frankreich renovieren

ARCHIVBILD: LUFTAUFNAHME ELSNER - VILLA IN SUEDFRANKREICH
Elsners Villa in Frankreich auf einem Archivbild von 2006(c) APA (NORBERT JUVAN/OESTERREICH)
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Dem „Kurier“ zufolge hat das Gericht eine halbe Million aus einer eingefrorenen Privatstiftung des Ex-Bankers freigeben, damit seine Villa an der Cote d'Azur renoviert werden kann.

Die Villa an der Cote d'Azur des ehemaligen Bawag-Chefs Helmut Elsner, der wegen Untreue verurteilt, wegen Haftunfähigkeit aber entlassen wurde, wird renoviert. Der Wiener Strafrichter Christian Böhm hat aus Elsners eingefrorener Privatstiftung Gambit zu diesem Zweck eine halbe Million Euro freigegeben, berichtet der „Kurier“. Damit sollen Villa, Garten und Pool renoviert werden und so in ihrem Wert erhalten bleiben.

In der Villa im südfranzösischen Mougins nahe Cannes wurde der Ex-Banker 2006 wegen Fluchtgefahr verhaftet. Auch seine Ehefrau Ruth Elsner war daraufhin abgereist. Seitdem wurde lediglich der Rasen gemäht. Hausrat und persönliche Dinge blieben zurück, die Maßanzüge des Ex-Bankers sollen dem „Kurier“ zufolge inzwischen mit Schimmel überzogen sein.

Elsner selbst darf die Villa nach der Renovierung nicht benutzen, nur seine Frau Ruth.

Als einziger Angeklagter hinter Gittern

Der frühere Bank-Chef war im Bawag-Prozess wegen Untreue zur Höchststrafe von zehn Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde nach viereinhalb Jahren Haft 2011 für haftunfähig erklärt und entlassen. Elsner war als einziger der neun Bawag-Angeklagten hinter Gittern. Die Justiz sah bei Elsner schon während der U-Haft durchgängig Fluchtgefahr und ließ auch keine Enthaftung gegen Fußfessel zu.

Inzwischen hält er sich im bayrischen Kurort Bad Reichenhall auf, wo er für die österreichische Justiz nicht greifbar ist. Gerichtlichen Ladungen in Österreich, etwa während des zweiten Bawag-Prozesses, ist er nicht gefolgt. Vor Gericht hat sein Anwalt im Februar einen Wiederaufnahmeantrag des Verfahrens eingebracht.

>> Bericht im "Kurier"

(Red.)