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FPÖ nimmt erneut an "Anti-Islamisierungs-Kongress" teil

Demonstration gegen den Anti-Islamierungskongress im September 2008
(c) AP (Knippertz)
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Der Kongress findet am Wochenende in Köln statt und richtet sich hauptsächlich gegen eine geplante Moschee. Im Vorjahr kam es zu massiven Protesten gegen die Veranstaltung.

Die FPÖ wird auch heuer an dem "Anti-Islamisierungs-Kongress" in Köln teilnehmen. Das gaben die Freiheitlichen am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Angeführt wird die Delegation von Generalsekretär Harald Vilimsky.

Der Veranstalter "pro Köln" lädt nach 2008 bereits das zweite mal rechtspopulistische Bewegungen aus ganz Europa ein, um ein Zeichen gegen eine Ausbreitung des Islam in Europa zu setzen. Die Veranstaltung am Samstag und Sonntag richtet sich hauptsächlich gegen eine geplante Moschee in Köln. Laut FPÖ-Aussendung ist er ein Forum, um zu einem Verbot von Minaretten aufzurufen, und gegen islamische Zentren zu demonstrieren. Letztere seien "vornehmlich Nährboden für Hassprediger und Demokratieverweigerer". Vilimsky wird einer der Hauptredner sein.

Massive Proteste im Vorjahr

Im Vorjahr bewarfen Demonstranten das Rheinschiff, auf dem die Auftaktpressekonferenz stattfand, mit Farbbeuteln und Steinen und zwangen es zum Ablegen. Anschließend demonstrierten tausende vor dem Kölner Dom gegen den "Anti-Islamisierungs-Kongress" und blockierten den Kölner Heumarkt, auf dem eine Großkundgebung von "pro Köln" hätte stattfinden sollen.

Die FPÖ erklärte, man sei gespannt, ob "die Bundesrepublik auch dieses Mal zur Bananenrepublik verkomme" und jene verurteile, die nur ihr Recht auf freie Meinungsäußerung beanspruchten. Im Vorjahr seien linke Demonstranten "mit extremer Gewalt" aufgetreten. Sie seien dafür vom Kölner Bürgermeister Schramma "gar indirekt gelobt" worden, beklagte die FPÖ.

Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) hatte damals in einer Rede vor dem Dom die geplante Kundgebung der Rechten scharf verurteilt. "Diese braunen Biedermänner sind in Wahrheit Brandstifter, Rassisten im bürgerlichen Zwirn, subtile Angstmacher", warnte er vor den mehreren tausend Gegendemonstranten. "Dieser verfaulten Clique des Eurofaschismus, diesen Haiders und Le Pens und wie sie alle heißen, rufe ich zu: Da ist der Ausgang, da geht's nach Hause!"

Die FPÖ verwehrt sich in ihrer Aussendung ausdrücklich dagegen, "ins rechte Eck gestellt zu werden". Die "Bürgerbewegung 'pro Köln' als 'rechtsradikale Gruppe' zu bezeichnen, sei eine "Verunglimpfung".

 

(APA)