Gegen den Großaktionär Rudolf Fries ermittelt die Staatsanwalt wegen des Verdachts der Untreue. Insgesamt wird gegen ein Dutzend Personen ermittelt. Im Zentrum steht Karl Petrikovics.
In der Causa Immofinanz und Immoeast wird nun auch gegen Großaktionär Rudolf Fries wegen Untreue ermittelt. "Wir führen seit dieser Woche auch Herrn Fries als Beschuldigten", sagte Gerhard Jarosch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, am Donnerstag. Er sei neben Herbert Schwager, Ex-Aufsichtsrat der Immofinanz, einer von rund einem Dutzend Beschuldigten im Umfeld der Immofinanz, gegen die wegen Verdachts der Untreue oder Beteiligung an dieser Tat ermittelt werde.
Fries ist seit rund einem Jahr Großaktionär der Immofinanz. Der Badener Investor war nach dem Kauf einer Gesellschaft der Constantia Privatbank im März 2009 mit zunächst 8,3 Prozent größter Aktionär der Immofinanz geworden. Für Fries und Schwager gilt die Unschuldsvermutung.
Petrikovics im Zentrum der Ermittlungen
Die Immobiliengruppe mit ihrer Tochter Immoeast ist im vergangenen Herbst ins Trudeln geraten. Nach dem Abgang von Karl Petrikovics, dem langjährigen Chef der Constantia Privatbank und der beiden Immobilienunternehmen, wurden die finanziellen Verflechtungen der Gruppe mit der Constantia Privatbank sichtbar. Im Zentrum der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdacht auf Betrugs und Untreue steht Petrikovics, der die Vorwürfe bestreitet.
Die Immofinanz wollte dazu nicht konkret Stellung nehmen. "Das sind Vorfälle der Vergangenheit. Es ist Aufgabe der Staatsanwaltschaft dies zu ermitteln", sagte eine Sprecherin der Immofinanz. Sowohl Fries als auch Petrikovics-Anwalt Wolfgang Brandstetter und Helmut Schwager waren vorerst für einen Kommentar nicht erreichbar.
(APA)