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Rassismusvorwurf gegen Steinbrück: Ouagadougou wehrt sich

Burkina Faso
(c) REUTERS (Katrina Manson)

Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück verglich Österreich mit der "Steueroase" Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. Dessen Botschafter reagierte nun empört, denn sein Land sei keine Steueroase.

Dass Österreich beleidigt ist über Peer Steinbrücks "Ouagadougou-Sager" war wohl die Absicht des deutschen Finanzministers. Doch auch der Botschafter von Burkina Faso, dessen Hauptstadt Ouagadougou dafür verwendet wurde, ist empört. "Wir sind keinesfalls eine Steueroase und haben mit Steuerflucht nichts zu tun. Wir scheinen auf keiner Liste unkooperativer Finanzplätze auf und halten uns strikt an das internationale Regelment", wird Botschafter Salifou Diallo im "Format" zitiert.

Rassismus und Vorurteile

Diallo fürchtet, dass die Aussagen Steinbrücks in Vorurteilen oder rassistischem Denken begründet sein könnte. Denn Ouagadougou klinge sehr afrikanisch, was Steinbrück offenbar für negativ halte. Er wünscht sich eine Entschuldigung vom deutschen Finanzminister.

 

 

(Red.)