Fiat-Chef Marchionne will der deutschen Regierung ein Autogeschäft anbieten, "das praktisch schuldenfrei ist". Er will auch zügig gemeinsame Produktionsplattformen ausbauen. Auch Magna will bei Opel einstiegen.
Fiat-Chef Sergio Marchionne hat einem Zeitungsbericht zufolge die Bereitschaft signalisiert, bei einer Opel-Übernahme für Schulden und Pensionsansprüche des Rüsselheimer Autobauers geradezustehen. Fiat sei bereit, Verbindlichkeiten zu übernehmen, sagte Marchionne dem Wochenmagazin "The Economist".
"Ich biete der deutschen Regierung ein Autogeschäft an, dass praktisch schuldenfrei ist", betonte er dem Bericht vom Donnerstag zufolge. Zudem stellte Marchionne einen zügigen Ausbau gemeinsamer Produktionsplattformen in Aussicht. Diese könnten bis 2012 etabliert sein, sagte er.
Marchionne will aus Fiat, Opel und dem insolventen US-Autokonzern Chrysler Cerberus einen neuen Marktführer in Europa schmieden, stößt damit aber vor allem bei den Arbeitnehmervertretern der deutschen GM-Tochter auf Widerstand. Konkurrent um einen Einstieg bei Opel ist der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna.
(APA)