Zweiter Weltkrieg: Medwedjew beklagt "Geschichtsfälschungen"

Medwedjew mit russischen Kriegsveteranen
(c) AP (Dmitry Astakhov)

Russlands Präsident erklärt, er werde keinerlei Zweifel an der "Großtat unseres Volkes" zulassen. Ein neues Gesetz soll die Leugnung von bestimmten Ereignissen im Zweiten Weltkrieg unter Strafe stellen.

Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew hat sich darüber beklagt, dass die Verdienste seines Landes während des Zweiten Weltkrieges oft nicht angemessen dargestellt würden. "Uns begegnet immer öfter, was wir heute als Geschichtsfälschungen bezeichnen", sagte Medwedew in einer am Freitag in seinem Blog veröffentlichten Videobotschaft zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 64 Jahren.

Er werde keinerlei Zweifel an der "Großtat unseres Volkes" zulassen, so Medwedjew. Die russische Regierung bereitet derzeit ein Gesetz vor, mit dem die Leugnung von bestimmten Ereignissen im Zweiten Weltkrieg unter Strafe gestellt werden soll.

In Russland wird der Zweite Weltkrieg "Großer Vaterländischer Krieg" genannt. Russland sieht sich dabei als Befreier von der Herrschaft der Nationalsozialisten. Die Regierung in Moskau wendet sich immer wieder gegen die Sicht der Baltenstaaten, dass sie während des Zweiten Weltkriegs von der sowjetischen Armee besetzt, nicht befreit worden seien. Die Sowjetunion und Nazi-Deutschland hatten sich 1939 darauf verständigt, dass Polen aufgeteilt werden und die baltischen Staaten unter sowjetische Herrschaft kommen sollten.

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