20,7 Milliarden Euro Bauspareinlagen

(c) FABRY Clemens
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Das Volumen der Bauspareinlagen wächst, die Zahl neuer Verträge sinkt hingegen leicht.

Wien. Die Bauspareinlagen konnten im ersten Halbjahr 2015 wieder die 20-Milliarden-Hürde durchbrechen und liegen mit 20,7 Mrd. Euro um etwa ein Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Über 400.000 Bausparverträge wurden in diesem Zeitraum neu eröffnet. Die Zahl der neuen Bausparverträge ist allerdings seit Jahren leicht rückläufig. Ursache dürften die Niedrigzinsen und die gesenkte staatliche Förderung sein. Vor zwei Jahren hat der Staat die Prämie, die man auf die Einzahlungen erhält, auf 1,5 Prozent oder maximal 18 Euro pro Jahr (wenn jemand 1200 Euro einzahlt) halbiert.

„Bausparen stellt seinen Platz im Veranlagungsportfolio der Haushalte eindrucksvoll unter Beweis und bildet mit einer Marktdurchdringung von 62 Prozent eine generationenübergreifende finanzielle Vorsorgeform für verschiedene Lebensabschnitte“, betonte Josef Schmidinger, derzeitiger Vorsitzender des Arbeitsforums österreichischer Bausparkassen (AÖB) und Generaldirektor S-Bausparkasse, in einer Aussendung.

Beliebter als das Sparbuch

Im ersten Quartal lag Bausparen laut einer GfK-Umfrage im Beliebtheitsranking mit 38 Prozent vor Wohnungseigentum (33 Prozent), Grundstückskauf (29 Prozent und dem Sparbuch (28 Prozent). Das Interesse an Immobilien hänge nicht zuletzt mit den niedrigen Sparbuchzinsen zusammen, so das Arbeitsforum.

Der Ausleihungsstand (ausstehendes Volumen an Bauspardarlehen) verringerte sich um 1,7 Prozent auf 18,7 Mrd. Euro, die Finanzierungsleistung aller Bausparkassen erreichte wieder mehr als eine Milliarde Euro. Bauspardarlehen stellen laut Schmidinger ein Fünftel aller aushaftenden Wohnkredite in Euro dar. Sie sind mit einem kostenlosen Zinscap von sechs Prozent versehen, der angesichts der Niedrigzinsen gegenwärtig allerdings nicht so attraktiv erscheint.

Schmidinger verweist dennoch auf einen Vorteil: „Unliebsame Überraschungen wie jüngst bei Schweizer-Franken-Krediten, bei denen sich die Kreditsumme um 20 Prozent erhöhte, können mit Bauspardarlehen schlicht und einfach nicht passieren.“ (APA/red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.07.2015)

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