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Regionalflughäfen: Salzburg voran, Klagenfurt als Sorgenkind

THEMENBILD: SALZBURGER FLUGHAFEN
Flughafen SalzburgAPA/BARBARA GINDL
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Fünf Regionalflughäfen gibt es in Österreich. Mit Passagiereinbußen haben einer aktuellen Studie zufolge fast alle zu kämpfen.

Die meisten der Regionalflughäfen in Österreich arbeiten rentabel, ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Höffinger, die im "Ö1-Morgenjournal" präsentiert wurde. Besonders gute Noten gibt es für den Flughafen Salzburg: Mit am besten 1,8 Millionen Passagieren im Jahr behauptet er sich der Studie zufolge als Reiseflughafen gegenüber dem Trotz Konkurrenz behaupte er sich gegenüber dem Großflughafen Münchens. Danach folgen Innsbruck, Graz und Linz, wo dem Regionalflughafen der Ausbau der Westbahnstrecke zu Schaffen macht.

Klagenfurt: Stark sinkendes Passagieraufkommen

Der Regionalflughafen Klagenfurt ist mit stark sinkenden Passagierzahlen aber das Sorgenkind Nummer eins. Im Vorjahr betrug das Passagieraufkommen nicht einmal 220.000. Ob große Investitionen hier noch sinnvoll sind, muss man sich laut Studienautor Stefan Höffinger „genau anschauen“. Denn grundsätzlich benötigt ein Flughafen zwischen 500.000 und eine Million Passagiere, um sich zu rentieren. Klagenfurt hatte nur einmal über eine halbe Million Passagiere: im Jahr 2005 (siehe Grafik).

Mit sinkenden Passagierzahlen haben fast alle Regionalflughäfen zu kämpfen, so Höllinger im Ö1-Gespräch. Zugleich steige aber auch der "Non Aviation Anteil", also zum Beispiel das Gastroangebot.

15 Mio. von Land Kärnten und Stadt Klagenfurt

Die Piste des Klagenfurter Flughafens muss dringend saniert werden. Der neueste Zeitplan sieht vor, dass im heurigen September die Generalplanung stehen soll und Anfang 2016 mit der Ausschreibung begonnen wird. Voraussetzung für den Beginn der Ausschreibung ist allerdings, dass die zugesagten 15 Millionen Euro der Eigentümer Land Kärnten und Stadt Klagenfurt für die Sanierung fließen - und das ist erst möglich, wenn auch die EU hierfür grünes Licht gibt. "Wir müssen nachweisen, dass dieses Geld nur für die Sanierung eingesetzt wird. Es muss das Ziel sein, dass nicht zu viel öffentliches Geld dafür fließt", sagte Geschäftsführer Max Schintlmeister im Juli zur APA.

>>> Bericht im "Ö1"-Morgenjournal

(sk)