Casinos-Bieter Epic nach Novomatic-Coup: Kein Kommentar

Investor Peter Goldscheider will sich beim geplanten Einstieg bei Casinos Austria nicht mehr in die Karten blicken lassen. Finanzministerium: Geben Anteil nicht an Novomatic ab.

Wien/Gumpoldskirchen. Der Wiener Investor Peter Goldscheider, der mehrfach öffentlich sein Interesse an den Casinos Austria bekundet hat, will sich nun nicht mehr dazu äußern, ob er nach dem Einstieg von Novomatic beim teilstaatlichen Glücksspielkonzern weiter auf Casinos-Anteile spitzt. Bei Goldscheiders Beteiligungsgesellschaft Epic wollte man das Thema am Montag gegenüber der APA gar nicht kommentieren.

Goldscheider hat sich mit zwei tschechischen Milliardären zusammengetan, die gemeinsam bei den Casinos Austria einsteigen wollen. Einen Mini-Anteil hat sich das Konsortium bereits gesichert: Ex-Casinos-Boss Leo Wallner hat Goldscheider seine 0,41 Prozent zum Verkauf angeboten. Fix ist der Deal aber erst, wenn die restlichen Casinos-Eigner zustimmen - sie alle sind über Syndikatsverträge aneinander gebunden.

Epic nicht aus dem Rennen

Ursprünglich wollte das Goldscheider-Konsortium 55 Prozent der Casag-Anteile. Die MTB-Privatstiftung und der Mühlenkonzern Leipnik-Lundenburger Invest (LLI) ließen den Wiener Investor aber abblitzen. Sie haben ihre Anteile an den niederösterreichischen Glücksspielriesen Novomatic abgegeben, der sich somit bereits mehr als 28 Prozent der Casinos-Anteile gesichert hat und auf mehr aus ist.

Ganz aus dem Rennen dürfte Goldscheider aber noch nicht sein. "Epic hat auch gegenüber vielen Syndikatspartnern Interesse geäußert", sagte die Chefin der Staatsholding ÖBIB, Martha Oberndorfer, der APA am Montag. "Auch gegenüber der ÖBIB hat Epic starkes Interesse an einer Zusammenarbeit geäußert."

Die Staatsholding werde das Angebot Goldscheiders "genauso wie alle anderen" Angebote und Transaktionsvorhaben von Syndikatspartnern sorgfältig prüfen, so Oberndorfer.

Der Staat hält derzeit mehr als 33 Prozent an den Casinos, könnte aber theoretisch auf eine Sperrminorität reduzieren, so Oberndorfer. Aus dem Finanzministerium hieß es am Montagnachmittag auf eine entsprechende Frage: "Nein, das ist kein Thema, dass der Anteil des Bundes an Novomatic abgegeben wird."

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