Opel: Magna wirbt für eigenes Konzept

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GERMANY OPEL MAGNA(c) EPA (Martin Goldhahn)
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Magna-Chef Siegfried Wolf ist mit dem Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen zu Gesprächen zusammengetroffen. Magna will gemeinsam mit der russischen Gaz einen Teil von Opel übernehmen.

Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna hat bei der nordrhein-westfälischen Landesregierung für sein Konzept zum Einstieg bei Opel geworben. Der Europa-Chef von Magna, Siegfried Wolf, sei mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) zu Gesprächen zusammengekommen, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei am Dienstag in Düsseldorf und bestätigte damit einen Bericht der "WAZ-Gruppe". Zum Inhalt der Gespräche wollte er sich aber nicht äußern.

An einem Bieterkonsortium um Magna will sich auch der russische Autobauer Gaz beteiligen. Dabei will der russische Hersteller in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Magna und Opel die Autofertigung für den russischen Markt übernehmen. Kreisen zufolge könnte Magna gemeinsam mit russischen Investoren etwa 50 Prozent der Anteile an dem neuen Opel-Unternehmen halten, während sich die taumelnde Mutter GM mit einer Minderheitsbeteiligung zufriedengibt.

Neben Magna hat auch der Autobauer Fiat seine Fühler nach Opel ausgestreckt. Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte bereits Gespräche mit der deutschen Regierung und den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Hessen, Kurt Beck und Roland Koch, geführt. Rüttgers hatte er dabei nicht getroffen. In den drei Bundesländern liegen Opel-Werke, ein weiteres in Thüringen.

(APA)

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