Griechenland verbietet Google Street View

Google Street View
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Die Wahrung der Privatsphäre sei durch die detaillierte Darstellung von Straßen und Häusern nicht gewährleistet. Street View veröffentlicht Panorama-Ansichten von Städten im Internet.

Griechenland hat dem Internetkonzern Google die detaillierte Darstellung von Straßen und Häusern - das sogenannte Street View - verboten. Zur Begründung erklärte die Datenschutzbehörde des Landes am Dienstag, die Wahrung von Privatsphäre und Persönlichkeitsrechten sei nicht garantiert. Auch in Österreich fahren derzeit die umstrittenen Google-Autos durch die Straßen, um Umgebungsfotos für Street View anzufertigen.

Mit dem Street-View-Dienst stellt Google Panorama-Ansichten von Städten im Internet zur Verfügung. Der Konzern hatte versichert, Gesichter und Autokennzeichen auf den Bildern unkenntlich zu machen. Den griechischen Behörden reicht das aber nicht aus. Google müsse darlegen, wie die gesammelten Daten gespeichert und vor Missbrauch geschützt werden.

Google: "Nehmen Schutz der Privatsphäre ernst"

Eine Google-Sprecherin erklärte, das Unternehmen nehme den Schutz der Privatsphäre sehr ernst und werde das Angebot entsprechend anpassen. Der Street-View-Dienst besteht seit dem Jahr 2007 und wird inzwischen für mehr als 100 Städte in aller Welt angeboten. Auch in anderen Ländern gab es bereits Beschwerden. Der EU-Datenschutzbeauftragte hatte den Dienst im vergangenen Jahr scharf kritisiert.

Die britische Datenschutzbehörde hingegen lehnte es im April ab, Street View zu verbieten. Es sei nicht im öffentlichen Interesse, den Dienst in einer Welt zu sperren, "in der viele Leute twittern, bloggen und bei Facebook sind", entschied die Behörde. Ob und wann der Dienst auch in Österreich angeboten wird, ist noch offen. Anfang April bestätigte der Suchmaschinen-Gigant jedenfalls, auch hierzulande Aufnahmen zu machen, nachdem einige der Kamera-Autos in Innsbruck und Wien gesichtet wurden.