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Hrdlicka gestaltet Skulptur für Stephansdom

(c) APA (HELMUT FOHRINGER)
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Ende Mai wird eine Skulptur von Schwester Restituta Kafka in der Barbarakapelle im Stephansdom aufgestellt. Die Ordensfrau wurde von den Nazis hingerichtet.

Ab dem 27. Mai ist der Stephansdom um eine Skultur reicher: In der Barbarakapelle wird eine Skulptur der 1998 seliggesprochenen Ordensfrau Schwester Maria Restituta Kafka, geschaffen von Alfred Hrdlicka, aufgestellt. Der Künstler, der sich selbst als Atheist bezeichnet, soll beim Festakt mit der Enthüllung anwesend sein, berichtet Kathpress.

Die als Helene Kafka geborene Ordensfrau wurde von den Nationalsozialisten wegen "Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat" 1943 hingerichtet. Sie arbeitet als Krankenschwester in Krankenhaus Mödlung und weigerte sich, Kruzifixe aus den Patientenzimmern zu entfernen. Zum Verhängnis wurden ihr regimekritische Texte, die sie verfasste, darunter ein Spottgedicht auf Hitler.

"Mahnmahl gegen NS-Terror"

Das neue Kunstwerk sei für den Dialog der Kirche mit der zeitgenössischen Kunst eine "Riesenchance", so Dompfarrer Toni Faber. Mit der Skulptur von Restituta werde ein weiteres "starkes Mahnmal gegen den NS-Terror" gesetzt.Die Barbarakapelle birgt im Kreuzschaft des Kruzifixes Asche aus dem Konzentrationslager Auschwitz und Erde aus dem Konzentrationslager Mauthausen. Die an der Nordseite des Doms gelegene Kapelle dient auch als Meditationsraum.

 

(APA/Red.)