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Amnesty International will Traiskirchen prüfen

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ThemenbildAPA (HANS KLAUS TECHT)
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Menschenrechtsexperten, Ärzte, Dolmetscher und Dokumentaristen sollen erheben, wie Flüchtlinge in Österreich untergebracht sind.

Amnesty International will die Flüchtlingssituation in der Bundesbetreuungsstelle Traiskirchen und generell österreichweit prüfen. Dies wurde beim Innenministerium beantragt, berichtet der "Kurier" (Donnerstag-Ausgabe). Amnesty Österreich wurde von der "Zentrale" beauftragt, eine international autorisierte Research-Mission durchzuführen, bestätigte Amnesty Österreich-Generalsekretär Heinz Patzelt.

Stimmt das Innenministerium zu, wird ein Team aus Menschenrechtsexperten, Ärzten, Dolmetschern und Dokumentaristen erheben, wie die Flüchtlinge in Österreich untergebracht sind. Eine solche Prüfung ist für mitteleuropäische Länder eher ungewöhnlich - "man kann sagen, dass demokratisch und rechtsstaatlich gefestigte Länder so etwas im Schnitt nur alle zehn Jahre erleben", sagte Patzelt. Offenbar seien internationale Beobachter angesichts der Bilder aus Traiskirchen besorgt, dass in Österreich "Massenobdachlosigkeit" unter Asylwerbern herrscht. Als einen Schwerpunkt der Prüfung nennt Patzelt die Situation "unbegleiteter Minderjähriger".

Das Innenministerium hat am Mittwoch für kommende Woche einen Aufnahmestopp für die völlig überfüllte Bundesbetreuungsstelle in Aussicht gestellt. Angesichts der unhaltbaren Zustände mit Hunderten Obdachlosen auf dem Gelände wird das Innenressort aller Voraussicht nach neue Notquartiere schaffen.

(APA)