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Bundesliga: Salzburger Festspiele der Jugend

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Florian Ertl)
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Salzburgs neuer Trainer Peter Zeidler traut seiner jungen Mannschaft zu, auch gegen Rapid zu bestehen. „Wir wissen, wie wir Rapid unser Spiel aufzwingen.“

Salzburg. Der personell doch stark veränderte Titelverteidiger hat nach dem verpatzten Bundesliga-Auftakt gegen Mattersburg (1:2) in der Champions-League-Qualifikation gegen Malmö (2:0) wichtiges Selbstvertrauen getankt. Trainer Peter Zeidler gefiel der Auftritt seiner jungen Mannschaft gegen den schwedischen Meister, er wird auch heute Nachmittag (16 Uhr, live auf Sky) gegen Rapid der Jugend sein Vertrauen schenken und auf große Rotationen verzichten. „Junge Spieler regenerieren sich vor allem körperlich schneller“, sagt der Deutsche.

Routiniers habe er dennoch ausreichend in seinem Team, Zeidler denkt dabei an die Stammkräfte Hinteregger, Ulmer oder Leitgeb. „Das sind schon richtige Korsettstangen, richtige Routiniers. Wir haben eine sehr gute Mischung.“

Aller Voraussicht nach verzichten muss Zeidler auf seinen Kapitän, Jonatan Soriano. Der Spanier droht aufgrund einer Wadenverletzung länger auszufallen.

Gegen Rapid steht Salzburgs Elf vor einem weiteren Härtetest, gilt der Rekordmeister mittlerweile doch als eingespielte Truppe, die noch dazu mit breiter Brust in Wals-Siezenheim auftreten wird. Die Hütteldorfer sind saisonübergreifend bereits 15 Pflichtspiele ungeschlagen, zuletzt reichte es nach einem 0:2 in Unterzahl gegen Ajax Amsterdam noch zu einem 2:2. „Rapid“, sagt Zeidler, „gehört in dieser Saison zu den Mitfavoriten in der Meisterschaft. Das wird von allen Kennern und auch von Rapid selbst so gesehen.“

Tatsächlich scheinen die Wiener reif für den nächsten Schritt, nachdem der Kader im Sommer punktuell verstärkt wurde und keine prominenten Abgänge zu verzeichnen waren. Im Gegensatz zu Salzburg gewann Rapid sein Bundesliga-Auftaktspiel gegen Ried (3:0) und steht damit auch weit weniger unter Druck als der Gegner. „Jetzt wollen wir natürlich auch in Salzburg gewinnen, damit wir gleich sechs Punkte vorne sind“, betont Mittelfeldspieler Florian Kainz. Personell wird auch im Hinblick auf das schon am Dienstag stattfindende Rückspiel gegen Ajax ziemlich sicher nicht dieselbe Elf wie am Mittwoch einlaufen. Zoran Barišić kündigte „den einen oder anderen frischen Spieler“ an, er hofft auf einen aggressiven Auftritt seiner Mannschaft. „Wir müssen von Anfang an bissiger sein und die Zweikämpfe besser annehmen sowie als Mannschaft kompakter in der Defensive auftreten als in der ersten Halbzeit gegen Ajax. Und wir müssen leichtfertige Ballverluste vermeiden.“

Salzburg ist sich der Schwierigkeit der Aufgabe bewusst, möchte den Gegner im Vorfeld aber auch nicht zu stark reden. „Wir sind Red Bull Salzburg. Wir wissen, wie wir spielen wollen. Wir wissen, dass wir es schaffen können, auch diesem Gegner unser Spiel aufzuzwingen“, betonte Zeidler. Die Duelle zwischen Salzburg und Rapid waren in der jüngeren Vergangenheit meist spannungsgeladen. Beim letzten Aufeinandertreffen am 12. April in Wien gab es nach einer 3:0-Führung der Salzburger am Ende noch ein 3:3. (cg)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.08.2015)