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Kostenexplosion bei Flugplatz-Bau: Pilz kritisiert "Eurofighter-Palazzo"

Eurofighter, Zeltweg
(c) AP (Markus Leodolter)
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Die Kostenschätzung für den Ausbau des Militärflugplatzes in Zeltweg ist von 47 auf 160 Mio. Euro gestiegen. Der Grüne Sicherheitssprecher Pilz vermutet Unregelmäßigkeiten.

Der Grüne-Sicherheitssprecher Peter Pilz will die Kostenexplosion beim Bau des Militärflugplatzes Zeltweg prüfen. Für Montag plant er einen Lokalaugenschein im "Eurofighterpalazzo". Der Grüne attestierte dem Verteidigungsministerium angesichts der Kostenexplosion, bei der Kontrolle "vollkommen versagt" zu haben und vermutet mögliche Unregelmäßigkeiten. Die Frage sei, "ob es überhöhte Preise gegeben hat, welche Firmen sich hier goldene Nasen verdient haben und warum das hinter dem Rücken des Verteidigungsministers möglich war", so Pilz am Donnerstag.

Wie am Mittwoch bekannt wurde, sind die Kostenschätzungen für den Ausbau des Militärflugplatzes Zeltweg im Zuge der Anschaffung der Eurofighter von 47 auf 160 Mio. Euro gestiegen. Davon sind laut Pilz bereits 146,5 Mio. Euro ausgegeben.

Im Vergleich dazu koste die neue Musterkaserne in Güssing nur 40 Mio. Euro. "Der Eurofighterpalazzo in Zeltweg" dagegen sei in etwa so viel wert wie eine kleinere Universität. "Das ist eine unerhörte Verschwendung, die sofort untersucht werden muss", so Pilz.

Untersuchungskommission eingesetzt

SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos hat angesichts der Kostenexplosion bereits im März 2009 eine Interne Revision und in weiterer Folge am 8. Mai eine Untersuchungskommission eingesetzt. Der Umbau des Militärflugplatzes war im März 2008 noch mit rund 139 Mio. Euro veranschlagt worden.

"Diese eklatante Ausgabenerhöhung muss lückenlos aufgeklärt werden. Es kann nicht sein, dass einerseits über das Bundesheer-Budget geklagt wird, andererseits in bestimmten Bereichen die Ausgaben explodieren. Ich möchte genau wissen, warum es zu diesem Ausgabenstand gekommen ist", so Darabos.

(APA)