31 Prozent mehr Transaktionen als im ersten Halbjahr 2014.
Bei den Grundbuchs-Gerichten herrscht Hochbetrieb: Im ersten Halbjahr 2015 wurden in Österreich beinahe um ein Drittel mehr Immobilien-Verkäufe als im Vergleichszeitraum des Vorjahres verbüchert. „Es sind nicht etwa die Preise in die Höhe gegangen, sondern die Anzahl der Käufe und Verkäufe am österreichischen Immobilienmarkt ist im ersten Halbjahr quasi explodiert. Wir steuern 2015 auf ein neues Rekordjahr mit erstmals über 100.000 Immobilien-Transaktionen zu“, berichtet Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer.
Rund 54.000 Immobilien-Verkäufe im Wert von 10,8 Milliarden Euro wurden von Jänner bis Juni 2015 in ganz Österreich verbüchert, meldet der RE/MAX-ImmoSpiegel auf Basis der Kaufvertragssammlung von IMMOunited.
Dies sind um 31 Prozent mehr Immobilien-Transaktionen als 2014 und um beinahe ein Fünftel (19 Prozent) mehr als im bisher stärksten ersten Halbjahr 2010 .Am meisten legten Vorarlberg (38 Prozent), Oberösterreich (37 Prozent) und Tirol (34 Prozent) zu. Wien, Kärnten und Niederösterreich liegen bei plus 31 Prozent, das Burgenland und die Steiermark bei plus 29 Prozent. Die geringste Steigerungsrate bei den Immobilien-Verkäufen weist im Vergleich zum Vorjahr das Bundesland Salzburg mit 19 Prozent auf.
Das Verkaufsvolumen, also der Wert der gehandelten Immobilien, ist im Halbjahresvergleich 2015 zu 2014 ebenfalls um 31 Prozent gestiegen. Die Steigerung resultiert vorwiegend aus der größeren Anzahl an Immobilien-Verkäufen.
Grund für den Verkaufs-Boom waren wohl die die Diskussionen über die Steuerreform, die mittlerweile bereits Gesetz geworden ist. „Da vor allem Verkäufern einige steuerliche Verschärfungen blühen, hat sich sicher
manch vorausschauende Immobilien-Besitzer gesagt: Die Nachfrage nach Immobilien ist weiterhin gegeben, die am Markt erzielbaren Preise sind gut, die Preise haben sich in den letzten 12 bis 18 Monaten – auch in den Ballungszentren – weitestgehend eingependelt und in einem halben Jahr bezahle ich im Falle eines Verkaufs mehr Steuern. Warum also warten? Ich verkaufe jetzt und spare damit zusätzliche Steuern“, so Reikersdorfer.