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Heta verscherbelt Balkan-Immobilien

Heta verscherbelt Balkan-Immobilien(c) Qlandia
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Die Bad Bank hat den Verkauf ihrer Balkan-Immobilientochter "Centrice Real Estate GmbH" gestartet. Der wesentliche Teil des Portfolios umfasst Shoppingcenter in Slowenien.

Die staatliche österreichische Hypo-Abbaugesellschaft Heta verkauft ihre Immobilientochter Centrice Real Estate GmbH. Hier ist das veräußerungsfähige Immobilienportfolio am Balkan gebündelt. Potenzielle Käufer können ihr Interesse bis zum 15. September anmelden. Das geht aus einer internationalen Ausschreibung hervor, die heute in österreichischen und slowenischen Tageszeitungen inseriert ist. Zum Verkauf stehen 100 Prozent der Gesellschaft. Das Verkaufsverfahren wird vom Londoner Büro der Citigroup gemanagt. Sie sammelt auch die Interessensbekundungen ein.

Ein gewichtiger Teil der jetzt zu verkaufenden "Centrice Real Estate" firmierte früher unter "Probus Real Estate". Umbenannt wurde die Gesellschaft erst im Dezember 2014, wie aus dem Heta/Hypo-Jahresbericht hervorgeht. Im Zuge des Abbaus bzw. der Hypo-Zerteilung waren in den letzten Jahren Immobilien-Pakete von anderen einstigen Hypo-Konzernteilen zur Centrice transferiert worden. Altlasten wurden auf den Abbauteil gepackt.

Hauptsächlich Shopping-Flächen

Im Heta/Hypo-Alpe-Adria-Bilanzbericht 2014 war angekündigt worden, dass diese Immobilien "in den kommenden zwei Jahren kurzfristig verkauft" werden sollten. Die Immobiliengesellschaft mit Sitz in Wien und regionalen Niederlassungen in Ljubljana, Zagreb und Belgrad besitzt und verwaltet insgesamt 31 Gewerbeimmobilien.

Fast zwei Drittel des Gesamtportfolios, das insgesamt 339.000 Quadratmeter Flächen umfasst, besteht aus Shoppingcentern, der Rest sind Bürogebäude. Der wesentliche Teil des Centrice-Portfolios (71 Prozent) ist in Slowenien. Das Vermögen dort wird auf rund 300 Mio. Euro geschätzt, berichtete die slowenische Zeitung "Delo".

In Slowenien besteht der Großteil von insgesamt 23 Immobilien aus Einzelhandelsflächen. Mit einer Größe von 200.000 Quadratmetern macht das nach Angaben der slowenischen Zeitung "Delo" ein Zehntel aller Einzelhandelsverkaufsflächen in Slowenien aus. Dazu gehören die Shoppingcenterkette "Qlandia" mit sieben Einkaufszentren in ganzem Land sowie zwölf kleinere Einkaufszentren.

 

(APA)