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Google-Gründer: Daten sammeln rettet Leben

Larry Page, Google
(c) AP (Paul Sakuma)
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Wenn Firmen wie Google keine Daten sammeln dürfen, würde das Menschenleben gefährden. Dienste wie Googles Flu Trends könnten nur mit vorrätigen Suchdaten Pandemien wie die Mexiko-Grippe vorhersagen.

Google-Mitbegründer Larry Page behauptet laut BBC News, das Vorhalten von Benutzerdaten würde es erleichtern, potenzielle Pandemien wie bei der Mexiko-Grippe vorherzusagen. Wenn Google, so wie von der EU-Kommission gefordert, seine Daten nach sechs Monate löschen würde, würde das einen Dienst wie Google Flu Trends unmöglich machen. Als die neue Form der Grippe in Mexiko-Ausbrach, gelang es Google, ihren Verlauf über den Dienst zu dokumentieren.

Ohne Daten "werden alle sterben"

Gegenüber britischen Journalisten forderte Page Bewegung bei den Regulatoren. Je weniger Daten Firmen wie Google speichern können, "desto eher werden wir alle sterben", gab sich der Google-Gründer düster. Er zeigte auf, dass sein Unternehmen eine mögliche Pandemie noch vor Regierungseinrichtungen prognostizieren kann - und das nur wegen der vorrätigen Suchanfrage-Daten.

Datenschutz erst nach EU-Druck

Die Europäische Kommission wiederum ist der Ansicht, dass das Vorhalten dieser Daten ein Riskio darstellt. Aus ihnen könnten Profile von Individuen angefertigt werden, um sie später auf diese Weise zu identifizieren, selbst wenn die Daten beim Ursprung schon gelöscht wurden. Daher wird empfohlen, dass Suchmaschinen ihre Daten nicht länger als sechs Monate speichern. Bis zum September 2008 behielt Google seine Daten für 18 Monate. Gespeichert wurden unter anderem IP-Adressen und Suchbegriffe. Seither (nach Druck der EU) anonymisiert Google seine Daten nach neun Monaten.

(db)