Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf die Verluste etwas eingegrenzt. Nach dem Erholungsschub am Vortag ging es aber wieder in die Verlustzone. Die Kurstalfahrt zum Wochenstart sorgte für erhöhte Nervosität an den Märkten. Zur Wochenmitte drückten vor allem die schwachen Vorgaben aus New York und China auf die Stimmung.
Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 0,64 Prozent auf 3.197,00 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.05 Uhr mit 10.047,46 Punkten und minus 0,80 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 0,96 Prozent auf 6.022,94 Stellen und steht damit bereits vor seinem elften Verlusttag in den vergangenen zwölf Sitzungen.
An den Festlandbörsen in China regiert weiter die Unsicherheit. Trotz einer Lockerung der Geldpolitik schlossen die Märkte am Mittwoch im Minus. Die Wall Street hatte am Dienstag nach einer sehr volatilen Berg- und Talfahrt ebenfalls merklich tiefer geschlossen. Zudem seien nicht alle Marktteilnehmer davon überzeugt, dass die Schritte der chinesischen Notenbank ausreichten, um den Abschwung an den Börsen und in der Wirtschaft einzudämmen.
In einer Branchenbetrachtung gab es in Europa die durchschnittlich stärksten Kursverluste in den Sektoren Banken, Automobil, Pharma und Technologie zu sehen.
Im Euro-Stoxx-50 verloren BMW und L'Oreal jeweils um mehr als zwei Prozent. Knapp unter dieser Marke fielen SAP und Telefonica. Banco Bilbao (BBVA) und ING gaben jeweils etwa eineinhalb Prozent ab.
WPP Group verloren 2,42 Prozent. Das weltgrößte Werbeunternehmen berichtete über gestiegene Halbjahresumsätze.
Belastet wurde der Schweizer Leitindex vor allem von den Aktien von Transocean, die 3,9 Prozent nachgaben. Der Vermieter von Offshore-Erdölbohranlagen leidet unter einer gesunkenen Nachfrage, seitdem die Ölpreise in den Keller gerauscht sind. In der Folge schreibt das Unternehmen Vermögenswerte ab und will seine Dividende zusammenstreichen.
Die Aktien von Wirecard büßten nach einem Medienbericht über ein Interesse am britischen Konkurrenten Worldpay um 2,42 Prozent ein.