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Bergrettung in Tirol will Geld vom Tourismus

Archivbild: Bergrettungsübung in den Zillertaler Alpen
Archivbild: Bergrettungsübung in den Zillertaler AlpenImlinger / Die Presse
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Die Tourismusverbände sollten einen Cent pro Nächtigung bezahlen, fordert die Bergrettung. Bei 45 Millionen Nächtigungen wären das 450.000 Euro.

Wien. Die Tiroler Bergrettung mit jährlich fast 2000 Einsätzen fordert eine finanzielle Unterstützung durch den Tourismus. „Die Idee wäre zum Beispiel ein Cent pro Nächtigung. Damit hätte die Bergrettung eine verlässliche Finanzierung“, sagte Peter Veider von der Bergrettung gegenüber Orf.at. Ein Cent pro Nächtigung wären bei 45 Millionen Nächtigungen in Tirol 450.000 Euro. „Der Tourismus profitiert von den Bergen, und er wirbt auch mit den Bergen. Immer mehr Gäste kommen deshalb“, so Veider. „Die Bergrettung hat immer mehr Arbeit, aber muss hintennach um Geld betteln.“

Die Bergrettung verwaltet ein Budget von 3,2 Millionen Euro. Rund 70 Prozent davon stammen von Mitgliedern und Förderungen, der Rest muss durch freiwillige Spenden abgedeckt werden. Während manche Tourismusverbände großzügig helfen, unterstützen andere die Bergrettung gar nicht.

Bei der Tirolwerbung kennt man laut Orf.at die Forderung und sei mit den Tourismusverbänden in Verhandlung. Man könne aber nur an die Solidarität der Verbände appellieren, denn sie könnten nicht gezwungen werden zu bezahlen. Um einen Cent pro Nächtigung an die Bergrettung abzugeben, wären politische Beschlüsse notwendig.

>> Bericht auf orf.at
[LBAFV]

(Red.)