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Gold-Boom in Österreich

Symbolbild Gold
(c) REUTERS (ERIC GAILLARD)
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Im ersten Quartal 2009 kauften Privatanleger in Österreich 22,7 Tonnen Gold, zehn Mal mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch in Deutschland und in der Schweiz ist die Nachfrage stark angestiegen.

Die Finanzkrise hat speziell in Österreich, Deutschland und der Schweiz zu einer explosionsartigen Nachfrage nach physischem Gold geführt: Den stärksten Nachfrage-Anstieg im ersten Quartal 2009 hatte Österreich zu verzeichnen, wo Privatanleger 22,7 Tonnen Gold nach 1,9 Tonnen im ersten Quartal 2008 kauften. Dies gab der "World Gold Council" (WGC) in seinem am Mittwoch erschienenen neuesten Quartalsbericht bekannt.

In Deutschland wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 59 Tonnen physisches Gold gekauft, was einem 400-prozentigen Anstieg gegenüber dem ersten Quartal 2008 (11,8 Tonnen) entspricht. In der Schweiz legte die Nachfrage um 437 Prozent auf 39,2 (7,3) Tonnen zu.

Andere Länder, wie zum Beispiel die USA, hatten weniger starke Steigerungen zu verbuchen. In den Vereinigten Staaten stiegen die Käufe von physischem Gold um 216 Prozent auf 27,4 (8,7) Tonnen.

Weltweit schnellten auch die Käufe von sogenanntem "Papiergold" (z.B. Exchange Traded Funds/ETF) um 540 Prozent im Jahresabstand in die Höhe. Der gesamte Investmentmarkt wuchs im ersten Quartal um 248 Prozent auf 596 Tonnen. Die Schmucknachfrage fiel dagegen weltweit um etwa 24 Prozent.

Die Unze Feingold wurde beim Londoner Fixing am Donnerstag um 940 Dollar (687 Euro) verkauft.

(Ag.)