Arbeitslosenquote im August auf 8,4 Prozent gestiegen

ARCHIVBILD: THEMENBILD / ARBEITSLOSIGKEIT / ARBEITSMARKT / STELLENMARKT
APA/HERBERT NEUBAUER

In Österreich waren Ende des Monats fast 385.000 Menschen auf Arbeitssuche. Besonders betroffen sind Ältere und Ausländer.

Im Sommer ist die Arbeitslosigkeit in Österreich weiter angestiegen. Ende August waren 384.585 Menschen ohne Job, ein Zuwachs zum Vorjahr um 8,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote kletterte im Jahresvergleich um 0,8 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent. Während die Zahl der Schulungsteilnehmer um 9,3 Prozent auf 57.440 Personen sank, stieg die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen um 11,9 Prozent auf 327.145 Personen.

Besonders bei Älteren (ab 50 Jahren) stieg die Arbeitslosigkeit mit plus 16,7 Prozent überdurchschnittlich an, ebenso bei Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (plus 17,2 Prozent). Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft wiesen mit plus 20,5 Prozent einen besonders hohen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf, während sie bei Österreichern um 9,2 Prozent stieg.

Stärkerer Zuwachs im Osten

Innerhalb Österreichs ist die Arbeitslosigkeit unterschiedlich stark gestiegen. Obwohl alle neun Bundesländer einen Zuwachs bei den beim AMS vorgemerkten Arbeitslosen hinnehmen mussten, fiel der prozentuelle Anstieg sehr unterschiedlich aus: Im Westen war der Zuwachs deutlich geringer, im Osten wesentlich stärker: In Wien stieg die Zahl der Arbeitslosen sogar um 19,7 Prozent.

Auch bedingt durch die Rücknahme von Schulungen ist die Langzeitarbeitslosigkeit weiter extrem stark gestiegen: 39.361 Personen waren länger als zwölf Monate arbeitslos vorgemerkt, ein Anstieg um 195,8 Prozent. Der Anteil von Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen beträgt 12 Prozent.

Lichtblick bei Jüngeren

Lichtblicke zeigen sich bei den Jüngeren: Die Arbeitslosigkeit der 15- bis 24-Jährigen liegt um 2,6 Prozent über dem Vorjahr. Bei den 15- bis 19-Jährigen lag der Anstieg nur mehr bei 0,6 Prozent.

Die Zahl der Lehrstellensuchenden liegt zu Anfang des neuen Lehrjahres um 1,1 Prozent über dem Vorjahr, während der Bestand an sofort verfügbaren Lehrstellen um 2,7 Prozent rückläufig ist. Damit stehen für 8.659 Lehrstellensuchende 4.030 gemeldete Lehrstellen zur Verfügung.

Erste positive Anzeichen für eine Konjunkturbelebung werden bei den offenen Stellen insgesamt gesehen: Ende August waren österreichweit 32.033 offene Stellen gemeldet, um 15,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark fiel die Zunahme der offenen Stellen in der Warenproduktion mit 27,6 Prozent, im Bau mit 25,7 Prozent und im Bereich der "sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen", die auch die Arbeitskräfteüberlassung enthält, mit 22,4 Prozent aus.