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Huawei Mate S: Knöchel statt Finger

APA/EPA/GREGOR FISCHER
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Unter dem Motto "Power of Touch", der Kraft der Berührung präsentierte Huawei das Mate S mit erweiterter Touch-Technologie.

Das neue Smartphone des chinesischen Herstellers Huawei soll dem "Anwender eine personalisierte Erfahrung bieten und kein Smartphone von der Stange" sein, erklärt Huawei-Chef Richard Yu während der Pressekonferenz in der Max-Schmeling-Halle. Vor allem der Tastsinn habe im Entwicklungsprozess eine wichtige Rolle gespielt.

Das 5,5 Zoll große Gerät lässt sich aber kaum mit nur einer Hand bedienen. Die leicht gebogene Oberfläche kann die Größe diesbezüglich nur minimal ausgleichen. Außerdem liegt das Gerät nicht plan auf, passt sich aber dafür angenehm der Handfläche an. Mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel liegt man diesbezüglich im guten Mittelfeld im Vergleich mit der Konkurrenz.

Im Inneren des Geräts sorgt ein hauseigener Huawei-Prozessor (Kirin 935 Octacore) gemeinsam mit drei Gigabyte RAM für ausreichend Geschwindigkeit. Der interne Speicher wird mit 32 Gigabyte angegeben. Ein microSD-Slot hat ebenfalls Platz gefunden. Dieser bietet eine Speichererweiterung von bis zu 128 Gigabyte.

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Äußerlich ist das Gerät ein konsequenter Nachfolger des Ascend Mate 7. Das eigentliche Highlight ist das druckempfindliche Display. Mit dem Fingerknöchel lassen sich zusätzliche Befehle am Display eingeben. Wenn man ein "M" am Bildschirm zeichnet, öffnet sich die Musik-App und mit einem "E" die Suchfunktion. Diese sogenannte "Knuckle"-Funktion startet durch zweimaliges Klopfen mit zwei Fingerknöcheln auf den Bildschirm die Video-Screenshot-Funktion.

Auf dem Huawei P8 fand die Technologie erstmals Anwendung und wurde im Mate S weiterentwickelt. Aber auch der Fingerprint-Scanner wurde mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet. Anwender können hiermit z. B auch die Benachrichtigungsleiste kontrollieren. Mit einem Doppelklick können ungelesene Benachrichtigungen gelöscht werden. Anrufe können ebenso über den Sensor angenommen werden.

Journalists follow the presentation of Huawei's Mate S ahead of the IFA Electronics show in Berlin
REUTERS

Die Hauptkamera mit 13 Megapixeln ist im Vergleich zu den Topmodellen eher Stand aus dem Vorjahr. Der Hersteller verspricht zwar, dass ein RGBW-Sensor für eine optimale Bildqualität bei schwachem Licht sorgt. Dieser besitzt zusätzlich zum RGB-Spektrum dedizierte Weiss-Pixel. Unterstützt wird die Kamera von einem optischen Bildstabilisator und einem unabhängigen Bildsignalprozessor. Die Acht-Megapixel-Frontkamera soll all den Selfie-Fans optimale perfekte Selbstportraits liefern. Während der Präsentation verwies Huawei-Chef Richard Yu auf eine Studie, wonach Frauen bis zu drei Selfies am Tag schießen und dabei pro Bild über 16 Minuten investieren. Die Zeit soll man sich künftig mit dem Mate S sparen. Dafür soll ein „Perfektes Selfie“-Algorithmus sorgen. 

Das LTE-Gerät verfügt über einen 2700-mAh-Akku. Gemessen an den Konkurrenz-Geräten ist das mittlerweile Durchschnitt und sollte mindestens einen Tag Ausdauer garantieren. Das Huawei Mate S ist ab Ende Oktober in Österreich in den Farben Mystic Champagne und Titanium Grey für 649 Euro erhältlich.

Compliance-Hinweis

Die Reise der Autorin zur IFA wurde mit Unterstützung von Sony ermöglicht. Die Berichterstattung erfolgt in völliger redaktioneller Unabhängigkeit.