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Flüchtlinge: Vermutlich 30 Personen vor Libyen ertrunken

Die italienische Küstenwache rettet mehr als 90 Überlebende aus dem Boot. Die meisten der Flüchtlinge kamen aus Somalia, Nigeria und dem Sudan.

Vor der libyschen Küste sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) vermutlich mindestens 30 Bootsflüchtlinge ertrunken. 91 Überlebende habe die italienische Küstenwache am Donnerstag aus einem sinkenden Boot gerettet, teilte die IOM am Freitag mit. Insgesamt seien 120 bis 140 Menschen an Bord gewesen.

Die meisten der Flüchtlinge kamen demnach aus Somalia, Nigeria und dem Sudan. Das Boot sei "wie oft üblich" erst kurz vor der Fahrt am Strand aufgepumpt worden und habe dann schnell Luft verloren, sagte IOM-Sprecher Flavio Di Giacomo. Die Insassen seien daraufhin "in Panik" geraten und hätten sich alle auf eine Seite des Boots gedrängt. "Viele von ihnen sind ins Wasser gefallen."

Erst am Mittwoch 3000 Menschen aus Meer gerettet

Erst am Mittwoch hatten die italienische Küstenwache und die Organisation Ärzte ohne Grenzen vor der Küste des nordafrikanischen Landes knapp 3000 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Täglich versuchen derzeit Hunderte Menschen, von Afrika nach Europa zu gelangen.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) von Ende August haben seit Beginn des Jahres bereits mehr als 300.000 Flüchtlinge den lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer genommen.

(APA/AFP)