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Tsipras will über Schuldenabbau verhandeln

A worker hangs a banner with an image of former Greek prime minister and leader of leftist Syriza party Alexis Tsipras at the party´s pre-election kiosk in Athens
Wahlkampf in Griechenland(c) REUTERS (ALKIS KONSTANTINIDIS)
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Die Syriza liegt in Umfragen im Wahlkampf in Griechenland nur knapp vor der konservativen ND.

Wien/Athen. Es ist wieder Wahlkampf in Griechenland – und die Popularitätswerte von Alexis Tsipras sinken seit Tagen dramatisch. Der zurückgetretene Premier versucht deshalb alles, um die Gunst seines Volkes zurückzugewinnen: Bei einem Auftritt am Sonntag in Thessaloniki versprach er etwa, die Bedingungen für das dritte Hilfsprogramm nach einem möglichen Wahlsieg am 20. September wieder infrage zu stellen.

„Die Schlacht ist noch längst nicht vorbei“, tönte der Chef der linksgerichteten Syriza-Partei. Er werde versuchen, bei dem 86 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramm, das erst nach monatelangen, schwierigen Verhandlungen seiner Regierung mit den internationalen Geldgebern zustande gekommen war, Schuldenerleichterungen auszuhandeln. Am gestrigen Montag ruderte er allerdings zurück: Ziel sei lediglich eine Verhandlung über den Abbau des Schuldenbergs, dem auch die Gläubiger zugestimmt hätten.

 

Nur noch wenig Vorsprung

Tsipras steht innerhalb seiner Partei unter Kritik, weil er die Reform- und Sparpolitik seiner Vorgänger nicht radikal beendete, obwohl er das vor seinem Amtsantritt versprochen hatte. Im August trat er nach der Vereinbarung über das dritte Hilfspaket zurück, weil er darauf vertraute, gestärkt aus einer Neuwahl hervorzugehen.

Dass dies auch gelingt, ist mittlerweile mehr als fraglich. So ergab die jüngste Umfrage für Syriza nur noch 26,5 und für die konservative ND 25,9 Prozent. Bei der Wahl im Jänner hatte die Syriza noch über 36Prozent verbucht. (APA/red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.09.2015)