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HTC Vive: Spaziergang durch virtuelle Welten

REUTERS

Durch den Raum gehen und dabei mit Fischen am Meeresgrund in den eigenen vier Wänden spielen, oder einen Roboter reparieren. Mit der HTC Vive ab Anfang 2016 möglich.

Stellen Sie sich vor Sie stehen in einer 2 x 2 x 2 Meter großen schwarzen Box und nicht einmal zwei Sekunden später sind sie am Meeresgrund auf einem Schiffswrack und blicken einem Pottwal in die Augen, der nicht einmal 50 Zentimeter von Ihnen entfernt steht. Kurz darauf befindet man sich inmitten eines Schlachtfelds und man selbst ist Goliath, der von einer Armee an Zwergen bekämpft wird. Beinahe spürt man die Pfeilspitzen wie Nadelstiche auf seinem Körper. Aber nur beinahe, denn schon geht die Reise weiter - in eine Küche. Weniger spektakulär, aber unterhaltsam.

Auf diese Reise wird man mit der HTC Vive genommen. Die Brille schottet einem im ersten Schritt bereits von der realen Welt ab. Sobald man mit dem Sound-System verbunden ist, befindet man sich gänzlich in den Händen des HTC-Mitarbeiters. Dieser ist mit dem System sowie auch mit dem Spieler selbst verbunden, um durch die ungewohnte Welt zu helfen.

Das Holodeck wird zur Realität

Erinnerungen an Star Trek und das Holodeck werden wach, denn vor einem bauen sich unbekannte Welten auf und das inmitten des IFA-Geländes. Den Trubel bekommt man nicht mehr mit. Und das anfängliche Misstrauen und die Unsicherheit ist unbegründet. Langsam wird man in die virtuellen Welten eingeführt und schnell lernt man, dass es sich maßgeblich von der gewohnten Spielewelt unterscheidet. Statt einfach nur einen Knopf zu drücken, um eine Aktion auszulösen, muss man hier den Schalter mithilfe zweier Kontrollstäbe tatsächlich runterdrücken.

Mit der HTC Vive kann man sich im Raum frei bewegen und hat eine 360-Grad-Sicht. Über zwei Laser wird der Raum ausgemessen. Bis zu einer Fläche von 4,5 x 4,5 Metern ist das möglich. Man sollte aber einen leeren Raum dafür übrig haben, denn Möbel werden nicht erfasst und so könnte man unschöne blaue Flecken bei einem Ausflug in die virtuelle Welt davontragen.

Reisekrankheit nicht zu befürchten

Im Gegensatz zu anderen Virtual-Reality-Brillen kann man sich mit dem HTC-Gerät frei im Raum bewegen und muss daher auch nicht befürchten unter plötzlich auftretenden Übelkeit zu leiden. Hier bewegt sich der Körper nämlich mit und das Gehirn muss keine widersprüchlichen Signale verarbeiten.

Noch in diesem Jahr will HTC seine Brille für den Verkauf anbieten. Vorerst nur für einen auserwählten Gamer-Kreis, aber schon ab Anfang 2016 soll die HTC Vive für jedermann erhältlich sein. Wie tief man für die Brille samt Controller und Sensoren in die Tasche wird greifen müssen, ist aber noch nicht bekannt.