Wolfsburg: "Die Erfolgsstory fortsetzen"

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Wolfsburg im Freudentaumel, 100.000 Fans feierten den neuen Meister. Meistertrainer Felix Magath wurde trotz des Wechsels zu Schalke als Vater des ersten Triumphs der Vereinsgeschichte gefeiert.

WOLFSBURG (red/ag). VW-Aufsichtsrat Ferdinand Piëch im Cabrio mit Torjäger Grafite, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff an der Seite von Torhüter Benaglio – so hat der Autocorso zur ausgelassenen Feier des neuen deutschen Meisters VfL Wolfsburg begonnen. 100.000 Menschen feierten im Zentrum den ersten Titel der Niedersachsen.

Meistertrainer Felix Magath wurde trotz des Wechsels zu Schalke als Vater des ersten Triumphs der Vereinsgeschichte gefeiert. Er trug sich wie die Spieler ins Goldene Buch ein, präsentierte anschließend die Meisterschale auf einer Bühne vor dem Rathaus.

Dass Armin Veh Nachfolger Magaths wird, bestätigte Klubpräsident Hans-Dieter Pötsch in einem TV-Interview. Der frühere Stuttgart-Meister-Coach wird am heutigen Montag präsentiert. Veh führte Stuttgart 2007 zum Titel, wurde aber im November nach einer völlig verpatzten Herbstsaison entlassen.

Wolfsburg schaffte 16 Heimsiege

Der zu 100 Prozent VW gehörende VfL Wolfsburg war 2006 und 2007 nur knapp dem Abstieg entronnen und gewann nach nur zwei Jahren unter Magath den Titel. Der Volkswagen-Konzern wird seinen Klub trotz der Autokrise weiter voranschieben. „Wir werden mit aller Kraft daran arbeiten, diese Erfolgsgeschichte fortzusetzen“, versprach Winterkorn.

Dabei war der Saisonstart alles andere als eine Erfolgsgeschichte gewesen. Rang neun zur Winterpause. Doch der beste Angriff seit Bestehen der Bundesliga vollendete doch noch das Meisterwerk. Bestechende Leistungen brachte Wolfsburg vor allem daheim, kein Heimspiel ging verloren, nur Frankfurt ergatterte einen Punkt (2:2 in Runde drei). Ohne Torjäger Dzeko, der offenbar einige Topangebote vorliegen hat, wird man an Durchschlagskraft aber verlieren.

Und die Bayern rüsten wieder einmal auf, Mario Gomez steht ante portas. Manager Ulli Hoeneß sprach am Samstag von einer „anständigen Saison“. Mit dem Erreichen der Champions League und dem Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse habe man das Minimalziel erreicht. Zumindest in einer Statistik hatten die Bayern die Nase vorn. Sie waren das beste Auswärtsteam.

Erschreckend schwach in der Fremde präsentierte sich hingegen Prödl-Klub Bremen. Nur zwei Siege und elf Punkte auswärts sind zu wenig.

Cottbus, am letzten Spieltag mit dem 3:0 gegen Leverkusen noch aus der Abstiegszone geflohen, bekommt es in der Relegation mit dem 1. FC Nürnberg zu tun.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.05.2009)

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