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Flüchtlinge: "The president of Austria" am Westbahnhof

FLUeCHTLINGE: BP FISCHER AM WESTBAHNHOF
APA/ROLAND SCHLAGER
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Heinz Fischer zeigte sich am Westbahnhof stolz auf Österreich: "Rot-weiß-rot zeigt sich hier von der schönsten Seite."

Bundespräsident Heinz Fischer hat am Freitag die Lage am Westbahnhof, wo sich seit Tagen unzählige Flüchtlinge auf der Durchreise befinden, inspiziert. Er dankte den zahlreichen Helfern und suchte auch den Kontakt zu den Flüchtlingen. Bei denen stieß der Besuch auf reges Interesse, als sich herumsprach, dass es sich um "the president of Austria" handelt. Fischer machte sich ein Bild von den Spendenannahmestellen der Caritas, der Krankenstation und sprach mit freiwilligen Helfern, Mitarbeitern der Polizei, Rettung und ÖBB. Vor den zahlreichen Medienvertretern erklärte er, er sei vor allem gekommen, "um Dankeschön zu sagen" sowie um sich ein genaues Bild zu machen.

"Sehr stolz" auf ÖBB und Polizei

Der Bundespräsident hob die Hilfsbereitschaft der Österreicher hervor: "Rot-weiß-rot zeigt sich hier von der schönsten Seite." Die Polizei agiere als wahrer "Freund und Helfer", und auch auf die ÖBB sei er "sehr stolz", so Fischer.

Fischer, Selfie
Viele wollten ein Selfie mit FischerAPA/ROLAND SCHLAGER

Begleitet wurde er bei seinem Besuch von Caritas-Präsident Michael Landau sowie der Wiener Stadträtin Sonja Wehsely (SPÖ). Der Pulk wurde auf den Bahnsteigen des Westbahnhofs von den Flüchtlingen mit großer Aufmerksamkeit bedacht. Viele von ihnen ließen sich die Gelegenheit für ein Selfie und einen Handshake mit dem Bundespräsidenten nicht entgehen. Selbst Applaus erntete Fischer von einigen Flüchtlingen.

Gemischte Gefühle bei den Helfern

Mit gemischten Gefühlen nahmen indes einige Helfer den Medienrummel zur Kenntnis. Gerade im Wiener Wahlkampf nützten recht viele Politiker unterschiedlicher Couleurs den Westbahnhof als Bühne, war etwa als kritische Anmerkung zu hören.

(APA)