Wiener Börse: ATX am Nachmittag 0,76 Prozent im Plus

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Im Einklang mit dem europäischen Umfeld präsentierte sich der heimische Leitindex im Verlauf weiter freundlich.

Die Wiener Börse hat am Mittwoch im Verlauf weiter im grünen Bereich tendiert. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.289,71 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 17,36 Punkten bzw. 0,76 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,74 Prozent, FTSE/London +1,05 Prozent und CAC-40/Paris +1,51 Prozent.

Im Einklang mit dem europäischen Umfeld präsentierte sich der heimische Leitindex im Verlauf weiter freundlich. Gute Vorgaben aus Übersee hatten den Handel bereits zur Eröffnung gestützt. Nun richten sich die Blicke der Anleger aber auf die richtungsweisende Zinssitzung der US-Notenbank Fed, die heute beginnt. Am Donnerstagabend wird bekannt, ob die Zinsen das erste Mal seit fast einem Jahrzehnt wieder erhöht werden. Am Markt wird die Wahrscheinlichkeit dafür bei etwa 30 Prozent gesehen.

Immofinanz führt Kursliste an

Davor werden heute am Nachmittag noch US-Inflationsdaten für August veröffentlicht. Für den Euroraum wurden Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise bereits am Vormittag veröffentlicht: Demnach sind die Preise im August schwächer als erwartet um nur 0,1 Prozent gestiegen.

Bei den Einzelwerten notierten Immofinanz (plus 2,19 Prozent auf 2,10 Euro) vor der für heute nach Börsenschluss geplanten Zahlenvorlage an der ATX-Spitze. Von der APA befragte Analysten erwarten, dass die Mieterlöse im ersten Geschäftsquartal 2015/16 gefallen sind, das Nettoergebnis aber im positiven Bereich liegen wird.

Bereits zuvor wurde bekannt, dass die Immofinanz ein Aktienpaket an der früheren Tochter Buwog für rund 150 Mio. Euro verkauft hat. Verwendet werden soll der Erlös für Zahlungen an die Inhaber von Schuldverschreibungen, welche die Barvergütungsoption des Umtauschangebots für eine Wandelanleihe angenommen haben. Buwog-Aktien gehörten mit einem Minus von 1,33 Prozent auf 17,39 Euro zu den schwächsten Werten im prime market.

Im Spitzenfeld notierten hingegen die Papiere von Andritz, die um 1,64 Prozent auf 43,16 Euro zulegten. Die Analysten der Societe Generale haben die Titel des Maschinenbauers in einer neuen Studie mit "Buy" bewertet und das Kursziel mit 62,0 Euro festgelegt. Außerdem wurden sie neu in die "Premium List" aufgenommen. Der jüngste Abverkauf bei den Andritz-Aktien sei eine gute Kaufgegelegenheit, hieß es zur Begründung.

Daneben meldete sich Goldman Sachs mit neuen Einschätzungen zu den beiden Versorgerwerten zu Wort: Für den Verbund wurde das Kursziel von 19,3 Euro auf 15,0 Euro gesenkt und die Kaufempfehlung ("Buy") bestätigt. Zuletzt notierte die Verbund-Aktie mit einem Minus von 0,38 Prozent bei 11,73 Euro. Für die EVN senkte man das Kursziel von 11,8 Euro auf 10,3 Euro und blieb bei "Hold". Im Verlauf stand die EVN-Aktie mit einem Minus von 0,99 Prozent bei 9,86 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach 9.15 Uhr bei 2.299,88 Punkten, das Tagestief lag kurz nach Sitzungsbeginn bei 2.271,92 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Plus von 0,66 Prozent bei 1.163,52 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 22 Titel mit höheren Kursen, 14 mit tieferen und einer unverändert. In vier Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 3.409.608 (Vortag: 2.659.654) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 89,186 (54,71) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Buwog mit 576.852 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 20,11 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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