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Schweizer Notenbank hält an Negativzinsen fest

The Swiss National Bank logo is seen on a fence outside the construction site of the SNB building at the Federal square in Bern
REUTERS
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Die Schweiz ändert angesichts der noch immer bestehenden Überbewertung des Franken ihren geldpolitischen Kurs nicht.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält am eingeschlagenen geldpolitischen Kurs fest und setzt zur Schwächung des Frankens weiterhin auf Negativzinsen. Das Zielband für den Referenzzins Dreimonats-Libor bleibt bei minus 1,25 bis minus 0,25 Prozent. Die Sichteinlagen der Banken bei der SNB werden weiterhin mit 0,75 Prozent belastet.

Der Franken sei trotz einer leichten Abschwächung insgesamt noch immer deutlich überbewertet, teilte die Notenbank am Donnerstag mit. Ökonomen hatten damit gerechnet, dass die SNB ihren geldpolitischen Kurs unverändert fortsetzt. Die SNB bekräftigte, dass sie bei Bedarf am Devisenmarkt intervenieren will, um die Landeswährung zu schwächen.

Wirtschaft zieht wieder an

Die Schweizer Wirtschaft ist trotz der massiven Frankenaufwertung nach der Aufhebung der Euro-Untergrenze Mitte Jänner nicht in die Rezession gerutscht. Nach einer leichten Schrumpfung im ersten Quartal ist die Wirtschaftsleistung der Schweiz im zweiten Quartal wieder leicht gewachsen. Zudem haben sich die Aussichten verbessert. Die SNB rechnet in ihrer Prognose von einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von knapp einem Prozent im laufenden Jahr.

Hinzu kommt eine deutliche Abwertung des Frankens in den vergangenen Wochen, was der Exportwirtschaft und dem Tourismus hilft. Letzte Woche hatte der Euro erstmals seit der Mindestkursaufhebung die Marke von 1,10 Franken geknackt.

In Reaktion auf den SNB-Zinsentscheid hat der Kurs des Frankens am Donnerstag geringfügig aufgewertet. Wurden vor der Lagebeurteilung der Schweizer Nationalbank noch etwa 1,0970 Franken für einen Euro bezahlt, ist die Gemeinschaftswährung in einer ersten Reaktion bis auf 1,0947 Franken gefallen.

(APA/Reuters/sda)