Von den erwarteten Stellenstreichungen bei der italienischen Großbank UniCredit dürften vor allem die drei Kernländer Italien, Österreich und Deutschland betroffen sein.
Mailand/Wien. UniCredit-Personalchef Paolo Cornetta bestätigte am Donnerstag Diskussionen, dass es im Zuge der neuen Strategie zu einem weiteren Personalabbau kommen werde: "Wir haben einen Plan aus dem vergangenen Jahr. Kann sein, dass es im Vergleich zu den Zahlen dort zusätzliche Elemente geben wird, die in Italien, Österreich und Deutschland diskutiert werden."
Internationale Finanznachrichtenagenturen hatte vor einigen Tagen unter Berufung auf Finanzkreise verbreitet, dass UniCredit 10.000 weitere Stellen streichen will. Das wären sieben Prozent der Belegschaft.
Genaue Zahlen stünden noch nicht fest, sagte Cornetta. "Das ist alles noch im Fluss." Ergebnisse sollen bis zum Jahresende feststehen. Töchter des Mailänder Instituts in Mittel- und Osteuropa blieben aber bei dem zusätzlichen Stellenabbau außen vor.
Die deutsche Tochter HypoVereinsbank (HVB) hatte bereits im Zuge der Halbierung ihres Filialnetzes den Abbau von rund 1.500 Arbeitsplätzen angekündigt.
In den Töchtern in Osteuropa soll es indes keinen zusätzlichen Stellenabbau geben, wie der UniCredit-Personalchef erkennen ließ. Für die Osteuropatöchter (außer Polen) ist im UniCredit-Konzern die Wiener Bank Austria zuständig.