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Studiengebühren: 80 Prozent der Studenten befreit

(c) AP (Franka Bruns)
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Was von der Neuregelung der Studienbeiträge – die unzählige Befreiungsgründe vorsieht – geblieben ist, ist somit vor allem ein immenser administrativer Mehraufwand für die Unis.

WIEN (APA/chs). Die Zahlen liegen schon jetzt weit über den Schätzungen des Wissenschaftsministeriums: Bereits 81Prozent der Studenten haben sich an der Uni Wien von den Studiengebühren befreien lassen – und dabei ist die Frist auf nachträgliche Rückerstattung (bis zu sechs Monate nach Einzahlung) noch nicht einmal abgelaufen.

Was von der Neuregelung der Studienbeiträge – die unzählige Befreiungsgründe vorsieht – geblieben ist, ist somit vor allem ein immenser administrativer Mehraufwand für die Unis. Zwölf zusätzliche Mitarbeiter musste etwa die Uni Wien anstellen, um den Ansturm der Studenten, die um Erlass angesucht haben, zu bewältigen. Das stehe in keinerlei Verhältnis zu den verbleibenden Einnahmen, so die Kritik.

Jene Summe, die den Hochschulen durch die teilweise Abschaffung der Gebühren entgeht, wird vom Ministerium rückerstattet. Dieses hat dafür im Budget rund 157 Millionen Euro veranschlagt – eine Summe, die angesichts der großen Zahl an Befreiten knapp werden könnte. Eine endgültige Bilanz kann erst im Herbst, nach Ablauf aller Fristen, gezogen werden. Dann soll es zu einer Evaluierung der Regelung kommen, bei der die Unis auch Verbesserungsvorschläge an das Ministerium richten wollen.

 

ÖH: Nicht jeder durfte wählen

Verbesserungsbedarf scheint es derzeit auch bei der ÖH-Wahl zu geben. Nach dem Ende des umstrittenen E-Votings hat gestern, Dienstag, die dreitägige, klassische Stimmabgabe in der Wahlkabine begonnen. Aber leider nicht für alle, kritisieren die grünen Studentenvertreter der Gras.

All jene Studenten, in deren Studienrichtung aus Mangel an Kandidaten keine Studienrichtungsvertretung gewählt werden kann, seien am ersten Tag der Wahl auch nicht zur Wahl der Universitätsvertretung zugelassen worden, sagt Sigrid Maurer, Spitzenkandidatin der Gras. Der Grund: ein Fehler in der Software des elektronischen Wählerverzeichnisses, das wegen des E-Votings erstellt werden musste. Wie viele Studenten betroffen waren, ist nicht bekannt. Der Fehler soll bis heute, Mittwoch, behoben sein.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.05.2009)