Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Nur mehr jeder dritte Bauernhof im Haupterwerb geführt

Bauernhof - farm
Nur mehr jeder dritte Bauernhof im Haupterwerb geführtwww.BilderBox.com
  • Drucken

Neun von zehn Bauerhöfe werden innerhalb der Familie übergeben. 2013 gab es laut einer Landjugend-Studie um ein Drittel weniger Höfe als noch 18 Jahre zuvor.

92 Prozent aller Landwirte, die ihren Hof weitergeben, tun dies innerhalb der eigenen Familie. Von jenen, die nicht zur Familie gehören, sind wiederum 80 Prozent Töchter und Söhne von Landwirten, die den Bauernhof der Eltern nicht übernehmen konnten, weil er anderweitig vererbt wurde. Lediglich 12 Prozent der familienfremden Übernehmer hatten bisher noch keine Erfahrung in der Landwirtschaft.

Dies geht aus einer Studie der Landjugend Österreich hervor, die heute, Donnerstag, veröffentlicht wurde. Demnach hätten die meisten familienfremden Hofnachfolger nicht aktiv gesucht, ihnen wurde der Hof angeboten. Die Übergabe hat ein Großteil der Nachfolger (76 Prozent) mittels eines Übergabevertrages abgeschlossen, gefolgt von der Schenkung gegen Auflage sowie der gemischten Schenkung. Finanziert haben die Übernehmenden die Hofübergabe überwiegend mit Eigenkapital, beinahe jeder Dritte nahm einen Kredit auf.

Die schwierige Suche nach Hofübernehmern spiegelt sich auch in Zahlen wieder: 1995 gab es mit 239.099 Bauernhöfen noch um 30 Prozent mehr als 2013. 37 Prozent aller Betriebe wurden 2013 im Haupterwerb und 55 Prozent im Nebenerwerb geführt. 2013 waren 414.410 Menschen in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt. Davon waren 83 Prozent familieneigene Arbeitskräfte. Die durchschnittliche betriebliche Gesamtfläche liegt bei gut 44 Hektar (1 Hektar entspricht 10.000 Quadratmeter), geht aus Zahlen der Statistik Austria hervor.

(APA)