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Limonade Helga: Grüner wird’s nicht

Erfrischend. „Bitte schütteln!“, sagt die neue Algenlimonade Helga.(c) Beigestellt
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Aus dem Photobioreaktor ins Szenelokal: Die Limonade Helga will mit Mikroalgen nicht nur eine Happy Pill für Veganer sein.

Erziehungsmaßnahmen, sagt Anneliese Niederl-Schmidinger trocken, nachdem sie einem jungen Kellner nachgerufen hat, „Bitte schütteln! Und weitersagen!“. Es geht um Helga. Eine neue Limonade, die die Süßwasser-Mikroalge Chlorella enthält, welche frech dazu tendiert, sich abzusetzen. Was freilich die naturtrüb-affine Zielgruppe von Helga gewöhnt sein müsste, meint Niederl-Schmidinger, weshalb man auf Stabilisatoren bewusst verzichte. Die Chemikerin und Verfahrenstechnikerin hat Algen als industrielle Biomasse, etwa für Biodiesel, gezüchtet, irgendwann aber befunden, dass Algen zu vielfältig sind, als dass man damit nur Autos antreiben sollte. „Jetzt machen wir Treibstoff für den Menschen.“

Viel B12. Gemeinsam mit Renate Steger, als Projektmanagerin im Anlagenbau erfahren im Umgang mit nachhaltigen Rohstoffen, sowie der Architektin Ute Petrisch, nun für Design und Marketing zuständig, hat sie die Algenlimonade Helga entwickelt. Helga wird vor allem in Szenelokalen mit Fokus auf bewusste Ernährung sowie in Biosupermärkten vertrieben. Der Name leitet sich von healthy algae ab, ist gemeinsam mit der altmodischen Flasche „very berlin“, könnte man sagen, und fügt sich gut in die Strömung der Nostalgie-Limonaden ein. Eine Fla sche Helga enthält ein Viertel des Tagesbedarfs an Vitamin B12, jenem Vitamin, mit dessen Aufnahme vor allem Veganer und Vegetarier zu kämpfen haben – es kommt hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln vor. „Happy Pill für Veganer“, diesen Beinamen geben daher die NeoUnternehmerinnen ihrem Produkt. Dass die Alge als Limonade daherkommt, war die Idee von Ute Petrisch. Man müsse die hochgradig gesunden, aber hierzulande unterschätzten Algen für den europäischen Gaumen zugänglich machen, ein leicht gesüßtes Getränk sei dafür gut geeignet. Wobei die Helga-Erfinderinnen gleich klarmachen, dass die verwendete Mikroalge eine Süßwasseralge ist. „Viele Leute haben da Vorbehalte und glauben, Algen schmecken automatisch nach Meer.“ Die in Helga enthaltene Mikroalge Chlorella – sie hat den höchsten Chlorophyllgehalt aller Lebensmittel – wird in Deutschland gezüchtet, im Photobioreaktor eines Unternehmens mit einem Jahrzehnt Erfahrung. In Österreich habe man keinen Produzenten mit derselben Erfahrung, ergo demselben gleichbleibenden Standard finden können. Ansonsten ist aber alles „made in Austria“.

Tipp

Helga ist eine Mikroalgenlimonade, sie enthält nur zwölf Kalorien pro 100 ml. Die Crowd-Investing-Kampagne wird am 18. 9. ab 18 Uhr im 25hours Hotel präsentiert, Lerchenfelderstraße 1–3, 1070 Wien. Weiterführende Informationen auf www.hallohelga.at