Rund 1000 Jobs könnten gestrichen werden.
München. Die Hypo Vereinsbank (HVB), Schwesterbank der Bank Austria, steht vor einem weiteren Stellenabbau. Eine genaue Zahl der Arbeitsplätze stehe zwar noch nicht fest, doch dürfte eine Größenordnung von etwa 1000 Jobs realistisch sein, hieß es am Freitag aus gut informierten Kreisen.
Die Bank wollte sich dazu nicht äußern. Erst im Zuge ihres Umbaus im Privatkundengeschäft hatte die HVB rund 1500 Arbeitsplätze gestrichen. Rund 240 der früher 580 Filialen wurden geschlossen, die übrigen werden modernisiert.
Von den neuen Einsparungen dürfte nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ vor allem die Verwaltung an den Standorten München und Hamburg betroffen sein. Die finalen Pläne sollen demnach Ende Oktober dem Aufsichtsrat vorgelegt werden.
Über die Streichung weiterer Jobs bei der HVB wird seit Längerem spekuliert. Anfang September hat die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, die Konzernmutter, die italienische Großbank UniCredit, prüfe den Abbau von mindestens 10.000 Stellen. Diese Pläne sollen vor allem Deutschland, Italien und Österreich betreffen.
Die Italiener haben die HVB vor rund zehn Jahren übernommen. (APA/DPA)
("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.09.2015)