Auto-Ehen
Mehr schlechte als gute Zeiten
Daimler und Renault-Nissan gehen eine Allianz ein. Dabei hat Daimler nicht die besten Erfahrungen mit Auto-Ehen, seit mit der Chrysler-Fusion Milliarden verbrannt wurden. Gemeinsam ist es nicht immer leichter.
Dennoch kooperiert Daimler nun eng mit Renault. Motoren und Plattformen für Kleinwagen werden gemeinsam entwickelt. Daimler hofft, sich so besser bei Autos im unteren Preissegment positionieren zu können.
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Renault selbst ist seit 1999 mit dem japanischen Hersteller Nissan verbandelt, gemeinsam kommen sie auf 350.000 Beschäftigte.
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Doch Chrysler entpuppte sich als milliardenschwerer Sanierungsfall, auch wenn es vorübergehend so schien, als ob Chrysler die Wende geschafft hätte. Im August 2007 wurde das Ende der transatlantischen Auto-Allianz besiegelt.
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So kaufte GM sich von der "Put Option" los, mit der Fiat die Amerikaner zur Übernahme des damals maroden Turiner Autobauers hätte zwingen können.
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Fiat hingegen kontrolliert mittlerweile Chrysler: Anfang 2009 stiegen die Italiener beim damals schwer strauchelnden US-Giganten ein; in Zukunft ist eine 55 Prozent-Mehrheit geplant.
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BMW glaubte schon Anfang der 1990er Jahre an Investitionen im Ausland. Der Chef Bernd Pischetsrieder fädelte 1994 die Übernahme des britischen Automobilherstellers Rover ein. BMW zahlte damals zwei Mrd. DM (1,023 Mrd. Euro) und steckte erhebliche Summen in die Entwicklung neuer Modelle.
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Als diese sich nicht verkaufen ließen, machte BMW 2000 einen radikalen Schnitt und stieg wieder aus. Ein Konsortium um einen früheren Rover- Manager übernahm die BMW-Anteile für den symbolischen Preis von umgerechnet 33,50 DM.
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Die spanische VW-Tochter Seat hat seit Jahren mit Problemen zu kämpfen. Sanierungsversuche sollten aus der Krise führen. Doch im vergangenen Herbst musste Seat erneut Rückschläge hinnehmen und die Produktion um fünf Prozent zurückfahren. Beschäftigte wurden in Kurzarbeit geschickt.
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Zur langjährigen Erfolgsgeschichte wurde dagegen die Verbindung von Volkswagen und Skoda. Unter den Fittichen von VW mauserte sich der tschechische Autobauer seit dem Kauf 1991 zum hochmodernen Unternehmen. Bei VW wurde Skoda gelegentlich als "schönste Tochter" bezeichnet.
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Bei Volkswagen und Porsche kam es schon über den Ehevertrag zur Schlammschlacht. Gestritten wurde darüber, wer wen übernimmt. Gewonnen hat VW, Porsche wird Teil des Autokonzerns.