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Krawalle: Israelische Soldaten erschießen Palästinenserin

Soldaten erschossen die junge Frau, weil sie versucht habe, die Männer zu erstechen.
Soldaten erschossen die junge Frau, weil sie versucht habe, die Männer zu erstechen.APA/EPA/ABED AL HASLHAMOUN
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Im Westjordanland kommt es nach einem Begräbnis zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten. Militärs hatten am Mittwoch eine Studentin erschossen.

Nach der Beisetzung einer getöteten Palästinenserin hat es in Hebron im Westjordanland am Mittwoch Zusammenstöße zwischen jungen Palästinensern und israelischen Soldaten gegeben. Rund 50 palästinensische Jugendliche bewarfen die Soldaten in der Altstadt mit Steinen, die Soldaten reagierten mit Tränengas und Blendgranaten, wie Journalisten berichteten.

Die Gewalttätigkeiten begannen nahe einem Kontrollpunkt der israelischen Armee, der zwischen der palästinensischen Altstadt und einem von jüdischen Siedlern beanspruchten Stadtteil liegt. Die Soldaten begaben sich daraufhin in die Altstadt, wo Händler vor den Zusammenstößen flüchteten.

Tochter wurde "kaltblütig" getötet

Die Auseinandersetzungen begannen nach der Beisetzung einer 18-jährigen palästinensischen Studentin, die am Dienstag an einem israelischen Kontrollpunkt erschossen worden war. Tausende Palästinenser nahmen an ihrer Beisetzung teil. Der israelischen Armee zufolge hatte die junge Frau versucht, einen Soldaten zu erstechen. Ihr Vater sagte hingegen, seine Tochter sei "kaltblütig" getötet worden. Es handle sich um "den Mord an einem unschuldigen jungen Mädchen", das "nicht nur von einer, sondern von einem Dutzend Kugeln" getroffen worden sei. Sie habe für niemanden eine Gefahr dargestellt.

Die Spannungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften hatten in den vergangenen Tagen wieder zugenommen. In Jerusalem gab es in der vergangenen Woche tagelang schwere Auseinandersetzungen. Ausgelöst wurden sie durch das jüdische Neujahrsfest und Konflikte um die Nutzung des Tempelbergs. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) warnte am Dienstag vor einer neuen "Intifada".

(APA/AFP)