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Nickelsdorf: 4500 Flüchtlinge kamen seit Mitternacht

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ThemenbildAPA/dpa (Kay Nietfeld)
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Die Polizei rechnet im Laufe des Tages mit weiteren tausenden Flüchtlingen. Verteidigungsminister Klug besuchte die Soldaten an der Grenze.

Es sind zwischen 6000 und 10.000 Flüchtlinge, die derzeit täglich über die Balkanroute nach Österreich gelangen. Die meisten von ihnen legen in Salzburg, Wien oder Nickelsdorf einen Zwischenstopp ein. Letzteres ist seit dem gestrigen Donnerstag besonders stark frequentiert: An dem ungarisch-österreichischen Grenzübergang kamen mehrere Züge mit Flüchtlingen an. Bis zum frühen Abend belief sich die Zahl der Menschen auf rund 5200, so Polizeisprecher Helmut Marban.

Ein Ende ist nicht in Sicht: Seit Mitternacht kamen in Nickelsdorf weitere rund 4500 Menschen an, die laufend weitertransportiert werden. Tausende weitere werden im Laufe des Tages erwartet.

In der Früh befanden sich nach Schätzungen der Polizei 3700 in Nickelsdorf. Rund 350 bis 400 Flüchtlinge befanden sich in der Nova-Rock-Halle. In Heiligenkreuz war die Lage unterdessen ruhig, an die 40 Personen trafen am südburgenländischen Grenzort ein.

Klug besucht Assistenzsoldaten

Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) hat indes Freitag früh in Nickelsdorf an der Grenze Soldaten im Assistenzeinsatz besucht. Der Einsatz zeige einmal mehr, dass das Bundesheer ein "unverzichtbares Instrument für den Krisenfall" sei, so Klug. Der Ressortchef betonte dabei auch die Durchhaltefähigkeit des Heeres für den Fall, dass die Assistenzleistung länger dauere.

Seit 15. September unterstützen 1458 Soldaten der Kaderpräsenzeinheiten (KPE) die Polizei dabei, das hohe Flüchtlingsaufkommen zu bewältigen. Zu ihren Aufgaben im Rahmen des sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes gehören die Kontrolle von Personen und Fahrzeugen im Grenzbereich, die Sicherung von Verkehrswegen und Bahnhöfen sowie die Überwachung von Notunterkünften.

(APA/Red.)