Pensionslücke für meisten Österreicher ein Fremdwort

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Keine 20 Prozent der befragten Österreicher kann mit dem Begriff etwas anfangen. Knapp 100 Euro könnten für die Vorsorge angespart werden.

Rund 71 Prozent der Österreicher nehmen an, dass die staatliche Pension künftig nicht ausreichen wird, um den gewohnten Lebensstil aufrechtzuerhalten. Als Konsequenz haben 46 Prozent der Befragten bereits eine private Pensionsvorsorge abgeschlossen. Das geht aus der aktuellen Vorsorge-Studie der Spectra Marktforschung im Auftrag der Raiffeisen Zentralbank (RZB) hervor.

Die meistgenutzten Vorsorgeprodukte sind Sparbuch (58 Prozent), Bausparen (56 Prozent), Lebensversicherung (52 Prozent) und Fondssparen (22 Prozent). Bei den 18–29jährigen sind Sparbuch und Bausparen die beliebteste Vorsorgeform, bei den über 30jährigen tritt die Lebensversicherung an erste Stelle.

Monatlich 97 Euro für Vorsorge

Die Studiendaten zeigen, dass weniger als ein Fünftel der Befragten kann den Begriff Pensionslücke und seine Konsequenzen erklären. Fast zwei Drittel der Studienteilnehmer können die eigene Pensionslücke nur schwer einschätzen. Dabei würde fast jeder zweite Österreicher sein privates Vorsorgeverhalten anpassen, wenn ihm seine voraussichtliche Pension zu gering erscheint.

Im Schnitt können sich die Österreicher vorstellen, knapp 100 Euro pro Monat für die persönliche Vorsorge aufzuwenden. „Frühzeitig mit der persönlichen Vorsorge zu starten ist durchaus sinnvoll. Längere Produktlaufzeiten ermöglichen ein flexibleres Ansparen, um die Pensionslücke zu schließen. Vorsorgen ist so individueller und angepasst an die eigene Lebenssituation möglich“, sagt Michael Höllerer, RZB-Sektorvorstand.

Im Juli 2015 wurde eine repräsentative Umfrage unter Österreicherinnen und Österreichern im Alter von 18 bis 60 Jahren durchgeführt.

(red.)


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