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Vorzugsstimmen: Pühringer voran, Haimbuchner zweiter

ÖVP-Jungfunktionär Gerhard Weilbuchner wird entsprechend einer parteiinternen Regelung vorgereiht und in den oberösterreichischen Landtag einziehen.

Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) mit 8.251 Nennungen und FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner (5.570) sind aus der oö. Landtagswahl als Vorzugsstimmenkaiser hervorgegangen. ÖVP-Jungfunktionär Gerhard Weilbuchner wird entsprechend einer parteiinternen Regelung vorgereiht und in den Landtag einziehen. Ansonsten ergeben sich keine relevanten personellen Auswirkungen.

Pühringer wäre der einzige Kandidat, der ein Vorzugsstimmenmandat bekommen hätte - da er ohnehin Listenerster war, bleibt das aber ohne Auswirkung. Neben Pühringer, auf dessen Person der gesamte schwarze Wahlkampf zugeschnitten war, erhielten die Landesräte Max Hiegelsberger und Michael Strugl in ihren jeweiligen Wahlkreisen die meisten Vorzugsstimmen, ebenso die Landtagsabgeordnete Martina Pühringer sowie der 24-jährige Weilbuchner. Er profitiert von einer parteiinternen Regelung, wonach der Vorzugsstimmenstärkste in jedem Wahlkreis das erste Mandat bekommen. Dadurch hüpft er im Innviertel von Listenplatz fünf auf Position eins.

Bei der FPÖ bekam erwartungsgemäß Manfred Haimbuchner die meisten Vorzugsstimmen. In den übrigen Wahlkreisen setzten sich die Landtagsabgeordneten Ulrike Wall, David Schießl, Klubobmann Günther Steinkellner sowie der stellvertretende Kirchdorfer Bezirksparteiobmann Michael Gruber durch. Hier änderte sich nichts am Ergebnis, denn alle Vorzugsstimmenkaiser ziehen ohnehin aufgrund ihrer Listenreihung in den Landtag ein.

Unter den SPÖ-Kandidaten schnitt der im Mühlviertel auf Listenplatz vier gereihte Freistädter Bezirkschef Michael Lindner (2.019) am besten ab. Er erhielt ausreichend Vorzugsstimmen für eine Vorreihung, was aber dennoch nicht für den Einzug in den Landtag reichen dürfte, weil die Sozialdemokraten nur ein Mandat in seinem Wahlkreis erhielten. Parteichef Reinhold Entholzer (1.720) war der zweitstärkste Sozialdemokrat im Vorzugsstimmen-Ranking. In den übrigen Wahlkreisen setzten sich Frauenchefin Sabine Promberger, Klubobmann Christian Makor und der am elften Listenplatz gereihte türkischstämmige Ahmet Kaya durch. Letzterer wird wohl leer ausgehen, die Übrigen haben alle ohnehin ein fixes Ticket.

Bei den Grünen konnte Spitzenkandidat Rudi Anschober (1.810), der im Mühlviertel kandidierte, die meisten Vorzugsstimmen auf sich vereinen. In den übrigen Wahlkreisen setzten sich ebenfalls die Listenersten durch: Parteichefin Maria Buchmayr, Klubobmann Gottfried Hirz und Stefan Kaineder, Bezirkssprecher von Steyr-Land. Einzige Ausnahme war das Innviertel, wo die Grünen allerdings kein Mandat bekamen. Hier erhielt der Braunauer Bezirkssprecher David Stögmüller die meisten Vorzugsstimmen.

(APA)