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Nickelsdorf: Flüchtlingszustrom leicht abgeschwächt

GRENZKONTROLLEN AM GRENZUeBERGANG NICKELSDORF
APA (HERBERT NEUBAUER)
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Am Samstag waren insgesamt 7072 Flüchtlinge an der österreichisch-ungarischen Grenze in Nickelsdorf und 13 in Heiligenkreuz angekommen.

Der Flüchtlingszustrom an den burgenländischen Grenzübergängen hat sich in der Nacht auf Sonntag leicht abgeschwächt. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Burgenland erreichten in Nickelsdorf von Mitternacht bis 7.00 Uhr 1.221 Flüchtlinge die österreichische Grenze. In Heiligenkreuz wurden 47 Personen gezählt.

Am Samstag (zwischen 00.00 und 24.00 Uhr) waren insgesamt 7072 Flüchtlinge an der österreichisch-ungarischen Grenze in Nickelsdorf und 13 in Heiligenkreuz angekommen. Am Freitag waren es mit 2640 Neuankünften deutlich weniger gewesen. Rund 3500 Flüchtlinge haben die Nacht auf Sonntag insgesamt in österreichischen Notschlafstellen verbracht.

In der Nacht auf Samstag waren es etwa 5.500 Menschen gewesen, die in den Notschlafstellen versorgt wurden: rund 5.000 in Transitquartieren, etwa 500 in Sammelstellen.

Ankünfte in Ungarn erneut gestiegen

Die Zahl der in Ungarn angekommenen Flüchtlinge ist unterdessen am Freitag erneut gestiegen. Laut Polizei trafen 6056 Migranten ein. 5997 passierten die kroatisch-ungarische, der Rest die serbisch-ungarische Grenze. Am Freitag waren es 4897 Schutzsuchende. Seit Jänner erreichten 306.238 Migranten Ungarn, mit 10.046 Flüchtlingen binnen 24 Stunden wurde am 24. September ein Rekord verzeichnet.

Laut Information des ungarischen Bundesheeres vom Sonntag sind 4700 Soldaten an der ungarischen Südgrenze im Einsatz. Wie die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtete, würden die Soldaten zwei Aufgaben erfüllen. Zum einen helfcen sie am Bau der Grenzsperren, zum anderen unterstützen sie die Polizei bei deren Aufgaben.

Ausschluss Ungarns aus der Union

Unterdessen sorgt ein Vorstoß der Fraktion der europäischen Liberalen für Unmut in Budapest. Sie will nach Worten des politischen Kabinettschefs des Ministerpräsidenten, Antal Rogan, in der kommenden Woche einen Vorschlag unterbreiten, der einen Stimmrechtsentzug Ungarns in der EU fordert. Letztlich solle ein Ausschluss Ungarns aus der Union erreicht werden, sagte Rogan am Sonntag im Interview mit dem Staatssender Radio Kossuth. Ungarn werde dagegen entschlossen auftreten. Hinter dem Vorschlag stünde, dass die "einwanderungsfreundlichen Liberalen" nicht einverstanden seien, dass Ungarn sich für den Schutz der Grenzen Europas und Ungarns entschieden hat. Rogan zufolge steht hinter dem Plan der Liberalen auch ein Teil der europäischen und ungarischen Linken.

(APA)