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Zweiter Weltkrieg: Nazi-Raubkunst kehrt nach Polen zurück

Selbstproträt: Krzysztof Lubieniecki
Selbstproträt: Krzysztof Lubieniecki(c) Wikipedia, Christoffel Lubienitzki
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Bei dem Gemälde handelt es sich um das "Porträt eines jungen Mannes mit Perücke" von Krzysztof Lubieniecki aus dem 18. Jahrhundert.

Ein während des Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten geraubtes Gemälde aus dem 18. Jahrhundert ist in das Polnische Nationalmuseum Warschau zurückgekehrt. Bei der Übergabe am Donnerstag dankte die polnische Kulturministerin Malgorzata Omilanowska dem letzten Eigentümer des Gemäldes von Krzysztof Lubieniecki für die freiwillige Rückgabe des "Porträts eines jungen Mannes mit Perücke".

"Ohne seinen guten Willen wären die Chancen gering gewesen", betonte Omilanowska. Der aus dem US-Bundesstaat Ohio stammende private Kunstsammler John Bobb hatte erst nach FBI-Ermittlungen erfahren, dass sein legal ersteigertes Gemälde eine dunkle Vergangenheit hatte. Ein US-Soldat hatte das Bild nach dem Krieg aus Österreich mitgenommen. Es war zusammen mit anderen Beständen des Museums nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstands im Herbst 1944 von den deutschen Besatzungsbehörden beschlagnahmt worden und befand sich bei Kriegsende mit anderer Raubkunst im österreichischen Schloss Fischhorn (Salzburg).

Polen sucht noch immer nach mehr als 7.000 Gemälden, die von den Deutschen während des Zweiten Weltkriegs aus Museen und privaten Sammlungen gestohlen wurden.

(APA/dpa)